Die blitzschnelle Information aus der Oberpfalz und Niederbayern


In Rolltreppe eingeklemmt

Straubing. Gegen 12 Uhr wurden am Mittwoch Einsatzkräfte der Polizei, der Feuerwehr und ein Notarzt zu einem Geschäft am Ludwigsplatz alarmiert. Dort hatte ein achtjähriger Bub in Begleitung seiner Eltern eine Rolltreppe betreten, die vom 1. Obergeschoss zum Erdgeschoss führte. Aus noch nicht geklärten Gründen brachte der Bub eine Hand zwischen den laufenden Gummihandlauf und wurde am Ende der Rolltreppe im Erdgeschoss an der Biegung eingeklemmt.

Der Vater des Jungen konnte im letzten Moment noch den Nothalt der Rolltreppe betätigen. Der Junge wurde sofort durch die Feuerwehr befreit und notärztlich versorgt; er musste mit Verdacht auf mittelschwere Verletzungen ins Klinikum Straubing eingeliefert werden. Die Geschäftsleitung setzte die betroffene Rolltreppe sofort außer Betrieb, von den Polizeibeamten wurde bis zum jetzigen Zeitpunkt allerdings kein sichtbarer Defekt bzw. ein Einwirken Dritter an dem Unfall festgestellt.

Das Gewerbeaufsichtsamt wird von der Polizei ebenfalls benachrichtigt
17.08.05

Geflüchteter Autodieb fotografiert (Foto)

Regensburg. Ein bislang unbekannter Autodieb lieferte sich am Montag mit der Polizei in Regensburg eine Verfolgungsfahrt, nachdem er in der Nacht zuvor in Ingolstadt einen 30.000 Euro teuren Cherokee Jeep entwendet hatte (wir berichteten).

Bekannt wurde der Diebstahl des Geländewagens am Montag-Morgen durch eine Anzeige bei der Polizei in Lauf. Dort wurde ein Tankstellenbetrug angezeigt. Der bislang unbekannte Autofahrer hatte mit dem Jeep an einer Tankstelle in Lauf getankt, ohne zu bezahlen.

Halter des Fahrzeugs ist ein 49jähriger Mann aus Petershausen. Dieser war sichtlich überrascht, als er von der Polizei auf den Vorfall angesprochen wurde, hatte er doch sein Fahrzeug vor wenigen Tagen zu einer Reparatur in eine Werkstatt nach Ingolstadt gebracht. Bei der Firma wurde festgestellt, dass dort eingebrochen wurde. Ein Rolltor der Werkstatt stand offen. Wie sich herausstellte, war der Täter zuvor über ein Fenster in die Werkstatt eingedrungen und hatte das Tor geöffnet.

Im Rahmen dieser groß angelegten Fahndung wurde der Jeep gegen 14 Uhr von einer Zivilstreife der Regensburger Polizei in der dortigen Innenstadt gesichtet. Der Fahrer flüchtete in rücksichtsloser Weise durch die Regensburger Innenstadt. Ein unbeteiligter Audi wurde auf der Flucht bei einem Verkehrsunfall von dem Jeep beschädigt. Dabei entstand ein Schaden von rund 4.000 Euro. Auch der Jeep wurde bei dem Unfall stark im Frontbereich beschädigt. Verletzt wurde niemand.

Nach einer Verfolgungsfahrt durch die Regensburger Innenstadt verlor sich die Spur des Fahrzeugs auf der A 3 bei Burgweinting. Eine eingeleitete Großfahndung, an der auch ein Polizeihubschrauber und ein Hubschrauber der Bundespolizei eingesetzt waren, verlief ohne Erfolg.

Am Dienstag machte der bislang unbekannte Täter erneut auf sich aufmerksam. Auf der A 9 bei Allershausen verursachte er gegen 8.20 Uhr einen Auffahrunfall. Er war dort aufgrund zu geringen Sicherheitsabstands auf einen vorausfahrenden VW eines 45jährigen Mannes aus Röttenbach aufgefahren, der in Richtung München unterwegs war. Dabei entstand am VW ein Sachschaden von rund 3.000 Euro. Nachdem er kurz angehalten hatte, setzte der mutmaßliche Autodieb seine Fahrt wieder fort, ohne sich weiter um den Unfall zu kümmern. Eine Fahndung der Polizei nach dem Fahrzeug verlief negativ.

Mittlerweile liegen von dem Fahrer des Jeeps Bilder der Überwachungskamera an der Tankstelle in Lauf vor. Wer kennt diesen Mann? Sachdienliche Hinweise nimmt die Polizeidirektion Ingolstadt unter der Telefonnummer 0841/9343-321 oder jede andere Polizeidienststelle entgegen.
17.08.05

Mann blutüberströmt vor Wohnhaus gefunden !

Burglengenfeld. Am Dienstag gegen 2.45 Uhr wurde ein 42jähriger Mann aus Burglengenfeld blutüberströmt und schwer verletzt vor seinem Haus in der Kirchenstraße aufgefunden.

Die näheren Umstände hierzu sind bislang völlig unklar. Möglicherweise war der Mann zuvor in eine gewalttätige Auseinandersetzung verwickelt gewesen.

Die Kriminalpolizei Amberg bittet um Mithilfe bei der Aufklärung des Sachverhaltes. Es wäre insoweit von besonderer Bedeutung, ob eventuell jemand einen Streit oder eine tätliche Auseinandersetzung in der Zeit zwischen 23.30 Uhr und 02.45 Uhr in der Kirchenstraße oder in der näheren Umgebung beobachtet, gesehen oder auch nur gehört hat.

Sachdienliche Angaben bitte an die Kriminalpolizei Amberg unter der Ruf-Nummer 09621/890-120.
16.08.05

Schlange gefangen

Regensburg. Nach dem am Montag gegen 22 Uhr erfolgten Anruf einer äußerst besorgten Frau aus Kruckenberg, dass im Zimmer ihrer Tochter eine Schlange sei, machten sich die Beamten auf zum Einsatzort.

Nach der ersten Inaugenscheinnahme des Reptils, begannen umfangreiche Abklärungen zur "Identifizierung" des Tieres. Vom Reptilienzoo in Burgweinting kam die Auskunft, dass es sich auf Grund der Beschreibung um eine Ringelnatter handeln könnte.

Durch entsprechende Recherchen im Internet wurde dies dann bestätigt. Von den Beamten wurde die, durch das Naturschutzgesetz besonders geschützte Ringelnatter, lateinisch: Natrix Natrix, in eine Schachtel gelockt, und dann in freier Wildbahn wieder ausgesetzt.
16.08.05

Autodieb entkam

Regensburg. Einem Autodieb ist es am Montag im Raum Regensburg gelungen, bei einer wilden Verfolgungsjagd der Polizei zu entkommen.

Vor einigen Tagen entwendete ein unbekannter Täter aus einem Autohaus in Ingolstadt einen schwarzen Jeep Cerokee mit dem Kennzeichen DAH-UJ 111. Mit diesem Fahrzeug wurde am Montag um 9.27 Uhr in Lauf an der Pegnitz ein Tankbetrug begangen. Im Rahmen einer großangelegten Fahndung wurde der gesuchte Wagen gegen 14 Uhr in Regensburg von einer Zivilstreife entdeckt. Der Fahrer bemerkte offenbar eines der zusätzlich hinzugezogenen Polizeifahrzeuge und flüchtete. Rücksichtslos raste er mit hoher Geschwindigkeit entgegen der Fahrrichtung die Landshuter Straße stadtauswärts und verursachte an der Einmündung zur Hornstraße einen Verkehrsunfall, bei dem etwa 4000 Euro Schaden an dem beteiligten Audi entstanden. Ohne anzuhalten flüchtete der Jeep-Lenker.

Seine Spur verlor sich auf der Autobahn in Höhe Ausfahrt Burgweinting, in Richtung Nürnberg. Eine sofort eingeleitete Großfahndung, in der auch ein Polizeihubschrauber und ein Hubschrauber der Bundespolizei eingesetzt waren, verlief ohne Erfolg. Der Jeep, der vorne rechts beschädigt sein müsste, hat einen Verkehrswert von rund 30.000 Euro. Es ist nicht ausgeschlossen, dass der beschädigte Pkw wegen seiner Beschädigung in oder um Regensburg abgestellt ist.

Beim Tankvorgang in Lauf wurde folgende Beschreibung des Täters abgegeben: Männlich, ca. 25-30 Jahre alt, große Gestalt, schlank, schulterlanges, blondes Haar, bekleidet mit Jogginghose und weißem T-Shirt.

Hinweise erbittet die Verkehrspolizeiinspektion Regensburg, Tel. 0941/506-2921 oder die Einsatzzentrale der Polizeidirektion Regensburg, Tel. 0941/506-2030.
15.08.05

Motiv: Eifersucht ! (Fotos)

Regensburg/Barbing. Das Bomben-Attentat in Barbing am Freitag (wir berichteten mehrfach) wurde vermutlich aus Eifersucht verübt. Der bei der Deponierung der Rohrbomben um leben gekommene 67jährige Mann wollte sich offenbar an dem 66jährigen Mann in Barbing rächen, weil dieser offenbar mit seiner früheren Freundin zusammen war.

Am Freitag gegen 2 Uhr ist in Barbing, Lkr. Regensburg, eine Sprengvorrichtung explodiert. Die Detonation ereignete sich zwischen zwei neben der Fahrbahn geparkten Fahrzeugen. Ein Mann wurde dabei getötet.

Experten der Technischen Sondergruppe des Bayerischen Landeskriminalamtes fanden in unmittelbarer Umgebung des Tatortes weitere Sprengvorrichtungen, die sie kontrolliert zur Explosion brachten. Um eine Gefährdung von Anwohner auszuschließen wurden die Bewohner der umliegenden Häuser evakuiert und von Feuerwehrkräften versorgt.

Bei dem Getöteten handelt es sich mit höchster Wahrscheinlichkeit um einen 67jährigen Ingenieur aus München. Um letzte Gewissheit zur Identität zu bekommen wird beim Kriminaltechnischen Institut des BLKA derzeit eine DNA-Probe untersucht.

Nach dem bisherigen Erkenntnissen der Ermittler dürfte das Motiv des 67jährigen im persönlichen Lebensumfeld zu suchen sein. Die Hinweise lassen den Schluss zu, dass er versuchte einen Mordanschlag auf einen 66jährigen durchzuführen und zu diesem Zwecke eine Rohrbombe an dem vor dem Anwesen geparkten Fahrzeug, Ford Transit, anbrachte. Dieses Fahrzeug ist im Besitz des 66jährigen Deutschen, türkischer Abstammung. Die bisherigen Ermittlungen im privaten Umfeld ergaben, dass der 66jährige eine Beziehung zu einer 55jährigen Hausfrau aus München unterhält, die zuvor die Lebensgefährtin des Münchners war. Hierauf konzentrieren sich die Hinweise, die insbesondere aus Befragungen zustande kamen.

Nach der Evakuierung in Barbing begannen die Experten mit der Untersuchung der am Explosionsort abgestellten Fahrzeuge. Sie konnten feststellen, dass der 67jährige eine Rohrbombe an dem Ford Transit angebracht hatte, als er eine weitere platzieren wollte detonierten beide Sprengkörper und töteten ihn.

Bei der anschließenden Untersuchung des Grundstücks des 66jährigen stießen die Sprengstoffexperten auf eine Sprengfalle die aus zwei Rohrbomben bestand und vor der Terrasse des Anwesens versteckt war. Da eine gefahrlose Entschärfung vor Ort nicht möglich war, mussten diese beiden Rohrbomben kontrolliert gesprengt werden.

Nach einer gründlichen Durchsuchung des Hauses konnten die Anwohner gegen 17.00 Uhr wieder zurück in ihre Wohnungen.

Anschließend untersuchten die Technische Sondergruppe des BLKA das zweite Auto des 67jährigen (ebenfalls Ford Transit), das in der Straubinger Straße in Regensburg abgestellt war. Um auch hier eine mögliche Gefährdung auszuschließen, mussten die Bewohner aus angrenzenden Gebäuden evakuiert werden. Die Unterbringung erfolgte in Pfarrsälen.

Bei den Durchsuchungen im Haus und im Auto wurden keine weiteren Sprengvorrichtungen gefunden.

Der 67jährige führte Papiere mit sich, aus denen hervorging, dass er vermutlich in der Destouchesstr. in München wohnhaft ist.

Da davon auszugehen war, dass die Sprengkörper hier produziert wurden, waren auch hier Durchsuchungen erforderlich. Aus diesem Grunde wurden sieben Häuser evakuiert, die dort angetroffenen Bewohner wurden von der Feuerwehr versorgt.

Bei der Durchsuchung eines von ihm angemieteten Schuppens im Hinterhof fanden die Experten neben zwei weiteren Rohrbomben auch zahlreiches anderes Material, das noch eingehender Untersuchung bedarf. Im Anschluss daran wurde die Wohnung des 67jährigen im 4. Stock durchsucht. Auch hier konnten zwei weitere Rohrbomben gefunden werden.

Gegen 17.15 Uhr konnten die betroffenen Bewohner in ihre Wohnungen zurückkehren.

Das in München abgestellte Fahrzeug des 67jährigen und die Wohnung der 55jährigen wurden ebenfalls durchsucht, hier konnten keine verdächtigen Gegenstände aufgefunden werden.

Besonders herauszuheben ist das Verständnis der ca. 850 betroffenen Bewohner aus Barbing, Regensburg und München, die stundenlang nicht in ihre Wohnungen oder Häuser zurückkehren konnten. Ihnen gilt der besondere Dank für ihr besonnenes Verhalten und ihre Hilfsbereitschaft den Einsatzkräften gegenüber. Ebenso bedankt sich die Staatsanwaltschaft Regensburg und die Polizei bei den Feuerwehr- und Rettungskräften für ihre Unterstützung.

Derzeit werden Ermittlungen zur Herkunft und spezifischen Zusammensetzung der Tatmittel durchgeführt. Die Auswertung der zahlreichen Asservate dauert an.

Die Ermittlungen dauern an, das Bayerische Landeskriminalamt hat zur Aufklärung des Sprengstoffverbrechens die Soko „Barbing“ eingerichtet.
13.08.05
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