Die blitzschnelle Information aus der Oberpfalz und Niederbayern


Kinder als Ladendiebe: Papa kam in Haft !

Regensburg. Wegen eines Ladendiebstahls in einem Elektromarkt im Regensburger Osten wurden am Donnerstag um 15 Uhr ein 13jähriges Mädchen und ein neunjähriger Bub vom Ladendetektiv festgehalten. Die beiden "Früchtchen" hatten zwei Computerspiele im Wert von knapp 90 Euro gestohlen und waren dabei ertappt worden. Bei einer Durchsuchung im Zimmer des Mädchens fanden sich dort noch weitere MP3-Player und Gameboys im Wert von gut 700 Euro. Schnell stellte sich heraus, dass die beiden und ein weiterer Freund, ebenfalls 9 Jahre alt, die Geräte auch in dem Elektrogroßmarkt gestohlen hatten.

Im Zuge der weiteren Nachforschungen wurden natürlich auch die Eltern der Kinder informiert. Der Vater des Mädchens kam auch zur Dienststelle um sein Kind abzuholen. Bei der Überprüfung seiner Person stellte sich heraus, dass er mit Haftbefehl gesucht wurde. Wegen eines Betäubungsmitteldelikts hat er noch mehrere Monate "abzusitzen".

Während die Tochter wieder entlassen werden konnte, wurde der Papa der JVA überstellt.
29.07.05

Blüten als Liebeslohn...

Philippsreut. Mit einem falschen 50 Euro Schein bezahlte ein 39jähriger Mann aus dem Landkreis Passau für die Dienste einer tschechischen Prostituierten.

Der genaue Ablauf konnte von der Grenzpolizeiinspektion Freyung folgendermaßen rekonstruiert werden: Der Mann hatte sich eigens für die Herstellung von falschen Banknoten einen Farbkopierer zugelegt. Mit diesem vervielfältigte er dann verschiedene deutsche und tschechische Scheine. Da er regelmäßig im tschechischen Rotlichtmilieu verkehrt, entschloss er sich, die Falsifikate zuerst in Tschechien auszugeben und dabei zu testen, ob die Fälschungen erkannt werden.

Letzte Woche machte er sich auf den Weg ins benachbarte Ausland. Zunächst schien auch alles glatt zu laufen. Die Liebesdienste einer Frau beglich er mit einem seiner gefälschten 50-Euro-Scheine.

Ermuntert durch den scheinbar leichten Erfolg, wollte er es gleich noch einmal versuchen. Der zweiten Dame kam der übergebene Fünfziger allerdings verdächtig vor, so dass sie über Handy ihren "Beschützer" verständigte.

Auf dem Weg zu einem vermeintlich lauschigen Plätzchen schnitt dieser dem Freier mit dem Auto den Weg ab und bedrohte ihn angeblich auch mit einer Schusswaffe. Aus Angst stieß der Deutsche die Frau aus dem Auto, rammte das Fahrzeug seines Kontrahenten und floh anschließend nach Hause. Auf eine Anzeigenerstattung bei der Polizei verzichtete er wohlweislich. Erst durch die Meldung der Frau bei den tschechischen Behörden wurde die Sache auch bei der deutschen Polizei aktenkundig. Da ein Teil des Autokennzeichens abgelesen werden konnte, war der Täter relativ schnell von der Polizei ermittelt.

Bei der Wohnungsdurchsuchung konnten dann auch mehrere falsche 50- und 100-Euro-Scheine, der Kopierer und ein nicht registriertes Kleinkalibergewehr mit dazugehöriger Munition sichergestellt werden. Sowohl der Zuhälter wie auch der Geldfälscher müssen nun mit empfindlichen Strafen rechnen.
28.07.05

Mautpreller: Chaos nach Lkw-Sperrungen

Wernberg/Schnaittenbach/Hirschau. Erhebliche Probleme hatten seit Eintritt der Verkehrsbeschränkung auf der B 14 von Wernberg in Richtung Hirschau auswärtige Brummi-Fahrer.

Gegen 19.30 Uhr am Mittwoch trat die Sperrung für den Schwerlastverkehr über 7,5 Tonnen auf der B 14 von Wernberg Richtung Westen in Kraft. Frei ist dieser Bereich nur für den Anliegerverkehr.

Offenbar überrascht von dieser neuen Regelung waren die Brummi-Fahrer aus dem osteuropäischen Bereich, die von Waidhaus aus kommend diese Strecke fuhren. Es kam nach Feststellungen der Verkehrspolizei, die zu Beginn dieser Regelung den Verkehrsfluss überwachte, ab Mitternacht zu erheblichen Problemen, da zwischen 0 Uhr und 2 Uhr etwa 60 Sattelzüge aus der Gegenrichtung von Hirschau Richtung Wernberg die B 14 befahren wollten. Auch vor Mitternacht mussten die Beamten bereits 30 Lkw-Fahrer auf die Umleitungsmaßnahmen zur A 93 hinweisen.

Beschwerden am Donnerstag in den frühen Morgenstunden der Bewohner in Wernberg weisen ebenfalls auf die Nichteinhaltung dieser Aussperrung des Schwerlastverkehrs hin. Rund 60 Lastwagenfahrer benutzten verbotswidrig diese Strecke.

Die Polizei weist nun eindringlich noch einmal darauf hin, dass der Schwerlastverkehr über 7,5 Tonnen, mit Ausnahme der Anlieger, die Umgehungsstrecken über die neu eröffnete A 93 Richtung Schwandorf zur B 85 und weiter zur BAB A 6 Richtung Nürnberg benutzen müssen. Bei verbotswidrigem Benutzen der Bundesstraße 14 werden die Beamten, die verstärkt den Verkehr überwachen, die Brummi-Fahrer mit 20 Euro zur Kasse bitten. Bei Nachweis eines Vorsatzes wird dieser Satz gar verdoppelt.
28.07.05

Radfahrer starb

Deggendorf. Bei einem folgenschweren Verkehrsunfall starb am Mittwoch gegen 9.15 Uhr in Deggendorf ein 49jähriger Radfahrer.

Ein 69-jähriger Rentner aus dem Landkreis Deggendorf befuhr mit einem Lkw die Ortssverbindungsstraße von Metten nach Deggendorf. In der Mettener Straße in Deggendorf bog er nach rechts in eine Behelfsstraße ab, die zur Staatsstraße 2125 führt.

Dabei übersah er einen in selber Richtung fahrenden 49jährigen Radfahrer. Im Einmündungsbereich kam es zum Zusammenstoß, wobei der Radfahrer zum Teil vom Reifen der mittleren Achse des Lastautos überrollt wurde.

Der Radfahrer wurde dabei so schwer verletzt, dass er am frühen Nachmittag im Klinikum Deggendorf verstarb. Zur Klärung des Unfalles wurde ein Gutachter hinzugezogen.
27.07.05

Bei Gegenverkehr überholt: Sieben Verletzte

Straubing. Zu einem schweren Verkehrsunfall kam es am Mittwochnachmittag gegen 16.54 Uhr auf der Bundesstraße 20 bei Ascha. Insgesamt waren drei Autos, ein Reisebus sowie ein Lastwagen mit Anhänger beteiligt.

Sieben Personen wurden in verschiedene Krankenhäuser eingeliefert, drei konnten nach ambulanter Behandlung wieder entlassen werden. Nach ersten Schätzungen beträgt der Gesamtschaden rund 120.000 Euro. Die B20 ist derzeit noch total gesperrt, Umleitung erfolgt durch Polizeibeamte.

Zum genauen Unfallhergang können derzeit noch keine Angaben gemacht werden, es befindet sich ein Gutachter an der Unfallstelle. Nach derzeitigem Kenntnisstand dürfte ein Überholvorgang bei Gegenverkehr ursächlich gewesen sein.

Im beteiligten Reisebus befanden sich etwa 25 ältere Damen, wobei lediglich eine Frau leichte Hautabschürfungen erlitt. Die Reisegruppe wurde zwischenzeitlich mit einem Ersatzbus von der Unfallstelle abgeholt. Über die Schwere der Verletzungen der drei Schwerverletzten können derzeit keine genauen Angaben gemacht werden.

Bei der LKW-Ladung handelt es sich um Rollkies, wobei derzeit rund 26 Tonnen auf der Fahrbahn liegen. Zur Bergung der Ladung wurde das THW um Unterstützung gebeten. Außerdem befinden sich Kräfte der Freiwilligen Feuerwehr vor Ort.
27.07.05

Disko brannte nieder

Hofenstetten. In den frühen Morgenstunden des Mittwochs wurden die beiden Bewohner des Anwesens Hofenstetten Nr. 2, welches sich in direktem Anbau an die ehemalige Diskothek "Megadrom" befindet, durch Brandgeruch aufgeschreckt.

Bei Eintreffen der alarmierten Einsatzkräfte von Feuerwehr und Polizei stand die Diskothek bereits in Flammen. Die beiden Bewohner des Wohnhauses konnten sich selbst unverletzt in Sicherheit bringen. Vor Ort kämpften rund 150 Feuerwehrleute der Wehren aus Hofenstetten, Fuhrn, Neunburg v. Wald, Bodenwöhr, Weiding und Schwandorf gegen ein Ausbreiten der Flammen auf das Wohngebäude, das letztlich gerettet werden konnte.

Die Diskothek hingegen wurde nahezu vollständig zertört. Bis in die frühen Morgenstunden waren Glutnester und ein Wiederaufflammen vereinzelter Brandstellen zu bekämpfen.

Die Diskothek befindet sich gerade im Umbau und war zum Zeitpunkt des Brandausbruchs geschlossen. Personen wurden nicht verletzt. Der Schaden wird nach ersten Schätzungen mit rund 500.000 Euro beziffert.

Beamte der Kriminalpolizeiinspektion Amberg haben noch in der Nacht die Ermittlungen vor Ort zur Klärung der Brandursache übernommen. Zu einer möglichen Ursache können zum jetzigen Zeitpunkt noch keine Angaben gemacht werden.
27.07.05
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