Leiche in der Naab
Schwandorf. Der seit November letzten Jahres vermißte 20jährige Mann aus Bubach (
wir berichteten) ist mit großer Sicherheit tot.
Nach der Mitteilung einer Anwohnerin konnten am Montag gegen 15
Uhr Wehrmänner aus Klardorf und Büchelkühn, sowie die Polizei aus der
Naab beim Wehr an den Stegen, im Ortsteil Klardorf eine tote Person bergen.
Der leblose Körper trieb etwa 50 Meter vom Ufer entfernt in der Mitte des
Wehres. Nur mit einem Boot gelang es den Beschäftigten der Feuerwehr den
Tote aus dem Wasser zu ziehen und an Land zu bringen.
Nach den bisherigen vorläufigen Identifizierungsmaßnahmen dürfte es sich mit
großer Sicherheit um den seit über zwei Monaten vermißten 20jährigen Uwe
Lautenschlager aus Bubach, Kreis Schwandorf handeln. Letzte Klarheit über
die Identität wird erst eine Obdunktion durch Rechtsmediziner aus Erlangen
am Dienstag Vormittag in der Pathalogie des Amberger Klinkums geben.
Nach den bisherigen Ermittlungen der Amberger Kripo hat der 20-jährige Uwe
Lautenschlager in der Nacht zum 19. November 2005 mit drei Freunden eine
Diskothek in Burglengenfeld besucht und dort bis 4.15 Uhr gefeiert.
Gemeinsam fuhren dann die vier Personen mit einem Taxis bis zum
Feuerwehrhaus nach Klardorf, wo sich die Freunde trennten. Danach verliert
sich die Spur des 20-jährigen.
Da die Polizei letzte Lebenszeichen im
Umfeld des Wehres "An den Stegen" in der Naab feststellen konnten,
konzentrietere sich die Suche in diesem Bereich. Die Polizei vermutete einen
Unglücksfall. Es wurde eine Ortung seines Handy eingeleitet und
Fährtenhunde der Polizei angesetzt. Auch diese Spuren deuteten zu dem Wehr.
Es suchten deshalb in der Folgezeit wiederholt starke Einsatzkräfte der
Feuerwehr, THW, Wasserwacht und Polizei in der Naab nach dem Vermißten.
Leider bisher vergeblich. Auch eine bundesweite Öffentlichkeitfahndung brachte
keinen Hinweis auf den Vermißten.
Der Hinweis einer Anwohnerin bei dem Wehr "An den Stegen" am Montag gegen 15
Uhr, dürfte nun endlich Gewissheit bringen. Sie beobachtete aus ihrem
Fenster wie etwas an der Wasseroberfläche trieb. Mit einem Fernglas
vergewisserte sich die Frau und konnte deutlich einen leblosen Körper
ausmachen. Sie Verständigte die Rettungskärfäte, die dann die tote Person
aus dem Wasser bargen. Erste Identifizierungsmaßnahme deuten daruf hin, dass
es sich um den Vermißten 20-jährigen aus Bubach handelt. Die Bekleidung
stimmte mit der überein, die er bei seinem Verschwinden trug. Auch das bei
ihm gefundene Handy konnte als sein Eigentum wiedererkannt werden.
20.02.06
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