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Vorsicht "Enkeltrick"

Regensburg. Die Masche ist nicht neu und bei der Polizei als "Enkeltrick" bekannt.

Betrüger, die insbesondere ältere Frauen unter Vorspielung einer engen Verwandtschaft um ihre Ersparnisse bringen wollen sind derzeit auch in Regensburg aktiv. Der Aufmerksamkeit der betroffenen Seniorinnen ist es zu verdanken, dass die Täter bislang erfolglos blieben.

Telefonisch meldete sich der Anrufer, ein Mann, hochdeutsch sprechend, bei der 77jährigen Regensburgerin und gab sich als Verwandter aus. Geschickt nutzte er eine entsprechende Frage der zunächst verunsicherten Frau aus und bestätigte ihr Enkel "Michael" zu sein. 20.000 Euro brauche er dringend, da er günstig eine Immobilie kaufen könne, momentan aber etwas knapp bei Kasse sei. Die Regensburgerin wurde misstrauisch und verständige die Polizei. Geld hat sie nicht ausgehändigt. Zwei weitere Vorfälle ähnlicher Art ereigneten sich am Aschermittwoch in Regensburg. Da alle betroffenen Damen entsprechend vorsichtig waren, entstand aber kein finanzieller Verlust.

Die Vorgehensweise ist Fachleuten bestens und dem Begriff "Enkeltrick" bekannt. Fremde melden sich am Telefon, vorwiegend bei Seniorinnen, sprechen sie mit "Tante" und dem Vornamen an -den haben sie aus dem Telefonbuch- oder versuchen durch die Frage "Rate mal wer dran ist" den Namen eines nahen Verwandten zu erfragen, der sie dann vorgeben zu sein. Mehrere Anrufe folgen, mit dem Ziel, die Angesprochene dazu zu bewegen Bargeld abzuheben und einem Dritten, der als "Freund" angekündigt wird, zu übergeben.

Sehr viele ältere Mitbürger wurden schon Opfer dieser bundesweit auftretenden Betrüger und verloren teilweise sehr hohe Geldsummen.

Mit einem weiteren Auftreten auch im Schutzbereich der Polizeidirektion Regensburg ist zu rechnen.
  • Seien Sie deshalb misstrauisch und geben Sie Geld auf keinen Fall an Fremde oder ihnen unbekannte "Verwandte" weiter!
  • Informieren Sie im "Falle eines Falles" die Polizei oder ihre Bank!
Das Bayerische Landeskriminalamt hat aufgrund zahlreicher solcher Delikte zusammen mit dem Sparkassenverband Bayern eine Informationskampagne gestartet, um potentielle Opfer wirksam und nachhaltig zu schützen. Informationsmaterial erhält man im Internet unter www.polizeiberatung.de
02.03.06
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