Sex-Überfall in Teublitz
Teublitz.
Die Amberger Kripo bittet die Bevölkerung um Mithilfe:
Ein Sexualtäter hat am letzten Freitag gegen 1 Uhr morgens eine 42jährige Frau auf ihrem Wohngrundstück an der Hugo-Geiger-Siedlung angefallen und unsittlich begrapscht. Hilferufe der Überfallenen schlugen den Täter in die Flucht. Eine Fahndung der Polizei blieb bisher erfolglos.
Nach den bisherigen polizeilichen Ermittlungen ist die Frau am Freitagfrüh gegen 1 Uhr über die Terrassentür in den Hofraum ihres Wohnhauses gegangen, um nach ihrer Katze zu sehen. Auf das Tier wurde sie aufmerksam, nachdem der Bewegungsmelder ausgelöst worden war. Die Frau, die nur mit einem Schlafanzug bekleidet war, stand urplötzlich einem unbekannten Mann, der unberechtigt auf ihrem Grundstück war, gegenüber. Sie fasste allen Mut zusammen und verwies den Unbekannten aus dem Hof. Sie selbst drehte sich um und wollte sofort wieder zurück in die Wohnung.
Noch während des Umdrehens wurde sie von dem unbekannten Mann an der Hand erfasst und festgehalten. Er hielt die Frau dann am Oberkörper fest umfasst, griff ihr zwischen die Beine und drängte sie in Richtung der offenen Terrassentür. Die Frau schlug um sich und schrie lautstark um Hilfe. Der Eindringling hielt der Frau den Mund zu. Nachdem ihr minderjähriger Sohn aufmerksam geworden war und an die Terrassentür kam, verschwand der unbekannte Täter in der Dunkelheit.
Die Frau informierte sofort die Polizei, die eine Fahndung nach dem Sittlichkeitstäter auslöste. Diese Maßnahmen erstreckten sich auch auf das Asylbewerberwohnheim. Die Fahndungsmaßnahmen mussten erfolglos eingestellt werden.
Die Überfallene erlitt bei dem Überfall leichtere Verletzungen. Den Täter beschreibt sie wie folgt:
Er ist etwa 25 bis 30 Jahre alt und 170 Zentimeter groß. Er hat eine schlanke, fleischige Figur und kurzes, dunkles Haar. Bekleidet war er mit einer dunklen Jeans und einer ebenso farbenen Blousonjacke. Aufgefallen ist eine helle, weiß-rosa-farbene gehäkelte runde Mütze, die er auf dem Kopf trug. Er sprach nur gebrochen Deutsch.
Die beschriebene Kopfbedeckung gewinnt an Bedeutung, nachdem die Polizei bei ihren Ermittlungen auf einen ähnlich gelagerten Fall stieß, der vor etwa sechs bis acht Wochen in der Nachbarschaft passiert ist. Zu diesem Zeitpunkte, etwa vier Uhr früh, drang ein unbekannter Mann in ein unversperrtes Wohnhaus eines älteres Ehepaares ein und stand urplötzlich im Schlafzimmer der Eheleute. Die Frau lag alleine im Bett und glaubte, ihr Mann stünde im Zimmer. Sie tastete sich in der Dunkelheit zur Tür. Erst als ihr Mann zur Tür hereinkam, war ihr klar, dass ein Unbekannter im Zimmer war. Das Ehepaar konnte den Unbekannten schemenhaft sehen und erkannte auch, dass er eine weiß-rosa-gehäkelte runde Mütze trug. Der Eindringlich rannte aus dem Haus und verschwand. Vom Vorfall wurde die Polizei nicht informiert.
Auch wurde bekannt, dass seit einiger Zeit ein Fremder sich immer wieder im Garten des evangelischen Pfarramts herumtreiben soll.
Aufgrund dieser Feststellungen kann nicht ausgeschlossen werden, dass ein unbekannter Mann seit geraumer Zeit in Teublitz sein Unwesen treibt. Möglicherweise dringt er als Spanner unberechtigt auf Grundstücke ein und schreckt nicht davor zurück, auch Frauen anzufallen.
Die Polizei bittet die Bevölkerung nun um Mithilfe. Wer hat verdächtige Beobachtungen gemacht, die unter Umständen in Zusammenhang mit den Vorfällen stehen können? Hinweise könnten unter Umständen auch vertraulich behandelt werden. Mitteilungen nimmt die Polizeiinspektion Burglengenfeld unter der Tel. Nr. 09471/70150 oder die Kripo in Amberg unter der Tel. Nr. 09621/890-120 entgegen.
21.03.06
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