Mit Mistgabel auf Vater und Bruder losgegangen
Amberg. Zu einem dringlichen Einsatz am Samstag gegen 16 Uhr wurden mehrere Streifen zu einem Anwesen in der Otto-Carl-Schulz-Straße beordert. Der Einsatzzentrale der Polizeidirektion Amberg wurde durch einen 29jährigen Mann mitgeteilt, daß sein Bruder mit der Mistgabel auf ihn und den Vater losgegangen sei.
Nach einem Streit mit seinem 58jährigen Vater war der 28jährige Sohn so aufgebracht, dass er eine Mistgabel aus dem Garten holte und auf den Vater losging. Als sein älterer Bruder zufällig dazukam und das Grundstück betrat, wurde er ebenfalls angegriffen. Beide konnte sich glücklicherweise des Angriffs entziehen. Anschließend versteckte sich der Angreifer in einer Hundehütte im Garten des Anwesens.
Als die erste Streife der Polizei am Tatort eintraf, wurden die Ordnungshüter sofort vom erheblich angetrunkenen Täter bemerkt. Als sie versuchten, dass Anwesen zu betreten, stürmte der 28jährige Arbeitslose schlagartig aus seinem Versteck, schnappte sich diesmal eine Schaufel und rannte mit der Schaufel, die er schlagbereit über dem Kopf hielt, auf die überraschten Polizeibeamten zu.
Nur durch ein Ausweichmanöver und den Einsatz des Pfeffersprays gelang es den Beamten, den Angriff abzuwehren. Der Täter hatte zu diesem Zeitpunkt bereits mehrmals mit der Schaufel um sich geschlagen. Sofort zeigte der Einsatz des Pfeffersprays seine Wirkung, denn der Täter warf seine Angriffswaffe weg und rannte fluchtartig ins Haus zurück und verschanzte sich dort.
Durch gutes Zureden seiner ebenfalls anwesenden 27jährigen Schwester konnte der Täter zur Aufgabe bewegt werden. Er verließ freiwillig und ohne Widerstand das Haus und konnte jetzt ohne weitere Gegenwehr durch die eingesetzten Beamten festgenommen und zur Dienststelle gebracht werden.
Ein durchgeführter Alkotest ergab einen Wert von 1,5 Promille.
Der Mann wurde wegen der Reizwirkung des Pfeffersprays auf der Wache der Polizeiinspektion Amberg durch das BRK ärztlich versorgt. Anschließend wurde beim Beschuldigten eine Blutentnahme angeordnet und im Klinikum St. Marien Amberg durchgeführt.
26.03.06
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