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Vater niedergestochen

Amberg. In Amberg stach ein 18jähriger Mann mit einem Messer mehrfach auf seinen Vater ein. Gegen den Sohn erging Unterbringungsbefehl wegen eines versuchten Tötungsdeliktes.

Am 28. Juli um 1.25 Uhr alarmierte eine Frau über Notruf die Polizei und sagte, dass es zu einem heftigen Streit zwischen ihrem Ehemann und ihrem Sohn gekommen sei. Dabei sei ihr Mann in der gemeinsamen Wohnung zunächst mit dem Tod bedroht und soeben durch mehrere Stiche mit einem Küchenmesser schwer verletzt worden.

Mehrere Einsatzkräfte der Amberger Polizei fuhren umgehend zum Tatort. Obwohl sich der 18jährige Sohn bei der Festnahme wehrte, konnte er durch die Beamten festgenommen werden. Auch auf dem Weg zum Streifenfahrzeug leistete der junge Mann erneut Widerstand.

Der Rettungsdienst versorgte währenddessen den verletzten Vater und verbrachte ihn in ein Krankenhaus, das er zwischenzeitlich wieder verlassen konnte. Lebensgefahr bestand nach aktuellem Ermittlungsstand nicht.


Die Kriminalpolizei Amberg hat noch in der Nacht die Ermittlungen wegen des Verdachts des versuchten Totschlags übernommen. Es wurden umfangreich Spuren gesichert. Unter anderem konnte die mutmaßliche Tatwaffe aufgefunden und sichergestellt werden.

Die Staatsanwaltschaft Amberg holte ein Kurzgutachten einer Psychiaterin ein und beantragte einen Unterbringungsbefehl. Der junge Mann wurde deshalb einem Ermittlungsrichter vorgeführt. Da auch dieser Anhaltspunkte feststellte, dass der Tatverdächtige schuldunfähig oder vermindert schuldfähig sein könnte, ordnete das Gericht die einstweilige Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus an.
01.08.22
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