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Glückspilz überlebt Brunnen-Sturz

Straubing. Ein älterer Mann hatte wohl in den beiden letzten Tagen eine gehörige Portion Glück - und das gleich mehrmals. Nicht nur, dass er bei einem Absturz in einen trockenen Brunnen relativ glimpflich bei den erlittenen Verletzungen davonkam, auch der Umstand, dass er schon am nächsten Tag - weil bewegungsunfähig - gefunden wurde, ist wohl nur mit "viel Glück im Unglück" zu beschreiben.
Die Polizeistation Mallersdorf und Freiwillige Feuerwehr Geiselhöring, sowie der Rettungshubschrauber Christoph 15 wurden am frühen Vormittag des Donnerstag alarmiert. Der Grund: in einem trockenen Gartenbrunnen in einer Wohnsiedlung in Geiselhöring war ein 75-jähriger Mann mit mittelschweren Verletzungen entdeckt worden und musste geborgen werden. Die hinzugerufenen Beamten der Mallersdorfer Polizei konnten folgenden Sachverhalt ermitteln:
Schon am frühen Nachmittag des Mittwoch, so gegen 14 Uhr, war ein 75-jähriger Mann aus dem Landkreis Straubing-Bogen zu seinem im Garten hinter dem Haus liegenden Brunnen gegangen und wollte die in etwa vier Meter Tiefe stehende Bewässerungspumpe in Betrieb nehmen. Dazu stieg der Mann durch die Öffnung auf die montierte Leiter und wollte sich nach unten begeben. Dabei rutschte er wohl aus und fiel in die Tiefe - und blieb dort bewegungsunfähig mit mittelschweren Verletzungen an einem Bein und am Kopf liegen. Weil niemand sonst zu Hause war - die Ehefrau des Mannes befand sich zu dieser Zeit in einer anderen Stadt - resignierte der Mann und musste so die ganze Nacht in dem Brunnenschacht verbringen.
Der erste glückliche Umstand für den Verletzten war dann allerdings, dass seine Ehefrau versuchte, ihn am Morgen des Donnerstag telefonisch zu Hause zu erreichen. Als dies nicht gelang, alarmierte die Frau sofort aus der Ferne Nachbarn und man machte sich auf die Suche. Bei der Nachschau am Grundstück rief einer der Nachbarn - zweiter glücklicher Umstand ! - nach dem Mann und hörte plötzlich eine Antwort aus dem Brunnenschacht.
Danach wurden sofort Rettungsdienst und Polizei, und weil sich die Bergung wegen der Verletzungen des Mannes schwierig gestaltete, auch die Freiwillige Feuerwehr Geiselhöring alarmiert.
Mit einer Seilwinde und einem Sitzgeschirr konnte der 75-Jährige dann in einer halbstündigen Aktion von der Feuerwehr aus dem Brunnen geholt werden. Er wurde sofort ins Krankenhaus Mallersdorf eingeliefert. Die eingesetzten Beamten der Mallersdorfer Polizei, die den häuslichen Unfall aufnahmen, konnten dem ganzen Vorfall auch noch etwas Positives abgewinnen, denn der Verletzte trug nach ihrem Bekunden den gesamten Vorgang selbst auch mit Humor.
09.04.05
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