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Grauenvoller Auto-Unfall: Sieben Menschen tot !

Oberhaselbach (Landkreis Straubing-Bogen). Bei einem schweren Verkehrsunfall mussten in der Nacht von Freitag auf Samstag in Oberhaselbach im Landkreis Straubing-Bogen sieben junge Menschen sterben !

Ein Renault Espace war am Ortseingang in einer Kurve ins Schleudern geraten und mit dem Dach frontal gegen eine Hausmauer geprallt. Alle Fahrzeuginsassen waren sofort tot, zwei von ihnen wurden aus dem Auto geschleudert. Ein Großaufgebot von Einsatzkräften bemühte sich an der Unfallstelle von der polizeilichen Unfallaufnahme bis hin zur seelsorgerischen Betreuung von Angehörigen.

Um 0.40 Uhr war der Fahrer eines Renault Espace auf der Kreisstraße zwischen Birnbach und Mallersdorf-Pfaffenberg unterwegs. Kurz vor dem Ortsschild von Oberhaselbach kam der Van nach rechts ins Bankett und geriet dann ins Schleudern. Das Auto überfuhr zunächst einen Stromverteilerkasten, sprengte eine Straßenlaterne vollständig aus der Halterung und prallte dann seitlich links mit dem Dach voran gegen die Hausmauer eines Mehrfamilienhauses, das sich rund 30 Meter nach der Ortstafel befindet.

Durch die Wucht des Aufpralls wurden zwei der Fahrzeuginsassen bis zu 15 Meter weit aus dem Auto geschleudert. Nach Auskunft der ersten eintreffenden Notarzteinheiten waren alle sieben jungen Leute sofort tot. Bei den Toten handelt es sich um sechs Männer und eine Frau im Alter zwischen 14 und 22 Jahren, die aus dem Raum Mallersdorf-Pfaffenberg und aus dem Landkreis Regensburg stammen. Der Pkw wurde durch den Anstoß vollständig zerstört, Feuerwehreinsatzkräfte mussten zur Bergung der Unfallopfer das komplette Dach des Autos abschneiden. Bei einer ersten Begutachtung des Unfallautos wurde festgestellt, dass im Innenraum lediglich die beiden Vordersitze vorhanden waren, die anderen Sitzreihen fehlten.

An der Unfallstelle bemühten sich über 100 Einsatzkräfte um die Abarbeitung des Geschehens, durch die einsatzleitende Polizeidirektion Straubing wurden insgesamt neun Notfallseelsorger hinzugezogen. Kriseninterventionsteams betreuten eintreffende Angehörige und unterstützten die Polizeibeamten bei der Überbringung der Todesnachrichten an Angehörige. Der Bürgermeister von Mallersdorf-Pfaffenberg, Karl Wellenhofer war vor Ort und machte sich ein Bild des Geschehens. Den Feuerwehreinsatz leitete Kreisbrandrat Leidl. Von der Staatsanwaltschaft Regensburg war eine Staatsanwältin direkt vor Ort und koordinierte die zu treffenden strafprozessualen Maßnahmen in Absprache mit der Polizeieinsatzleitung. Beim Unfallfahrzeug wurde durch die Staatsanwaltschaft die Sicherstellung angeordnet und beim 22-jährigen Fahrer des Autos eine Blutentnahme angeordnet.

Zum Einsatz und zur Unterstützung hinzugezogen wurden auch rund 30 Beamte der Bereitschaftspolizei München, die im Bereich der Polizeidirektion Straubing in der gleichen Nacht eingesetzt waren. Die Unfallaufnahme und polizeiliche Sachbearbeitung übernahmen Beamte der Polizeiinspektion Straubing. Ein Gutachter wurde in die Ermittlungen einbezogen und an die Unfallstelle geholt. Zahlreiche eintreffende Medienvertreter wurden ebenfalls vor Ort durch die Pressestelle der Polizeidirektion Straubing betreut.

Der Sachschaden am Unfall-Pkw, dem Haus und den zerstörten Verkehrseinrichtungen dürfte bei etwa 10.000 Euro liegen. Die Kreisstraße war wegen der Unfallaufnahme von 00.40 h bis 06.30 h vollständig gesperrt.

Noch nicht endgültig bekannt ist momentan, woher die Fahrzeuginsassen kamen. Nicht ausgeschlossen werden kann zum jetzigen Zeitpunkt, dass unter Umständen überhöhte Geschwindigkeit für den Unfall eine Rolle spielte, dies wird durch den beauftragten Gutachter entsprechend geprüft.

Der Unfall ist der bislang folgenschwerste Verkehrsunfall mit Einzelbeteiligung eines Fahrzeugs im Gesamtbereich der Polizeidirektion Straubing

Aktualisierung (Samstag, 13 Uhr):

Bei der Unfallaufnahme durch die Beamten der Polizeiinspektion Straubing wurde festgestellt, dass sowohl der Fahrer des Renault Espace (22-Jähriger aus dem Landkreis Regensburg) als auch der Beifahrer (16-Jähriger aus Mallersdorf-Pfaffenberg) angegurtet waren. Die anderen Mitfahrer saßen auf dem Boden und waren ungesichert, da sonst keine Sitzreihen mehr im Fahrzeug eingebaut waren. Offensichtlich war der Pkw in den Tagen vor dem Verkehrsunfall zu Umzugsmaßnahmen benutzt worden.

Die Identifizierung der Opfer konnte aufgrund der nachhaltigen und akribischen Arbeit der Polizeiinspektion Straubing bis zum Morgen des Samstag abgeschlossen werden. Demnach handelt es sich bei den Getöteten um sechs Männer und eine Frau. Neben Fahrer und Beifahrer handelte es sich weiter um zwei 16-jährige männliche Jugendliche aus Mallersdorf-Pfaffenberg, einen 15-jährigen männlichen Jugendlichen aus Mallersdorf-Pfaffenberg, einen 14-jährigen männlichen Jugendlichen aus Mallersdorf-Pfaffenberg und um eine 15-jährige weibliche Jugendliche aus dem Landkreis Straubing-Bogen.

Recherchen der unfallaufnehmenden Straubinger Polizei ergaben inzwischen, dass die Gruppe sich in der Nacht in einer Jagdhütte an einer Einöde, einige Kilometer vom Unfallort entfernt, aufgehalten hatte und dort eine private Feierlichkeit abgehalten hatte.

Größter Wert wurde von der Polizeieinsatzleitung von Anfang an darauf gelegt, dass die psychologische Betreuung sowohl der Opferangehörigen als auch Bekannten der Opfer sowie der Einsatzkräfte schnellst möglich und professionell aufgebaut und durchgeführt wird. Alle Angehörigen, die über den Tod eines Unfallbeteiligten unterrichtet wurden, wurden sofort und unmittelbar fachmännisch psychologisch betreut. Hier haben sich die eingesetzten Notfallseelsorger und die Spezialeinsatzkräfte beispielsweise des BRK äußerst positiv bewährt.

Am Vormittag des Samstag konnte schließlich auch der Kontakt zu den Mitgliedern des Kriseninterventions- und Bewältigungsteams der Bayerischen Schulpsychologen ("KIBBS")hergestellt werden, deren Mitglieder bereits seit dem Samstagvormittag ein Betreuungskonzept für die von den Todesfällen betroffenen Schulen entwerfen. Ziel ist es, bei einem erwarteten Medienauflauf die Schüler bestmöglich und professionell zu betreuen und zu unterstützen.
02.07.05
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