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Seniorin rief Polizei

Amberg. Trotz ihres hohen Alters von 79 Jahren nahm eine Frau aus dem Landkreis Amberg-Sulzbach mit einem 37jährigen Mann aus Vohburg an der Donau Kontakt auf, um einen Partner vermittelt zu bekommen. Über die Seniorenvermittlung hatte sie Kenntnis aus einem Inserat einer Tageszeitung.
Am Freitag zur Mittagszeit wurde sie von dem Mann der Seniorenvermittlung aufgesucht. Geschickt konnte er die Frau überreden, für die Vermittlungen eines Partners einen Vertrag über 1.200 Euro Gebühr zu unterschreiben. Der Mann bot der neuen Kundin zugleich an, sie mit dem Auto zur Sparkasse zu fahren, um das Geld zu erhalten. Auf der Fahrt zu dem Geldinstitut kamen der Seniorin immer mehr Bedenken und sie entschloss sich, den Vertragsabschluss zu widerrufen.
Als Entschädigung forderte der 37-jährige Mann von ihr 300 Euro Bearbeitungsgebühr. Da die Seniorin die Bearbeitungsgebühr nicht bezahlen wollte, rief sie noch von der Sparkasse aus die Polizei. Wahrscheinlich durch das Auftauchen der Polizei war der Seniorenvermittler bereit, die Sache als widerrufen zu betrachten, ohne eine Gebühr zu fordern. Er händigte ihr auch Original und Durchschlag des Vertrages aus.
Die Polizei wird gegen den 37-jährigen Mann an die Staatsanwaltschaft eine Anzeige wegen versuchten Betruges abgeben.
04.07.05
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