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Drei Schwerverletzte

Kirchroth. Bei einem schweren Verkehrsunfall mit drei beteiligten Fahrzeugen wurden in der Nacht von Donnerstag auf Freitag auf der BAB A 3 bei Kirchroth drei Menschen zum Teil schwer verletzt.

An dem Unfall waren ein Pkw und zwei Kleintransporter beteiligt, einer der Fahrzeuglenker war erheblich alkoholisiert. Aufgrund des Unfalles kam es auf der A 3 zum Teil zu kilometerlangen Stauungen.

Gegen 3.45 Uhr war am Freitag ein 24-jähriger Mann aus dem Landkreis Straubing-Bogen mit seinem Ford auf der BAB A 3 zwischen den Anschlusstellen Wörth/Ost und Kirchroth in Fahrtrichtung Passau unterwegs. Aus noch ungeklärter Ursache - so auch die späteren Erkenntnisse eines Gutachters vor Ort - fuhr der Mann mit sehr geringer Geschwindigkeit zwischen dem rechten Fahrstreifen und dem Standstreifen oder stand auch schon auf dem Standstreifen.

Ein 22jähriger Ungar übersah dies wohl und prallte mit hoher Wucht mit seinem Kleintransporter seitlich versetzt auf das Heck des Pkw. Der Ford drehte sich dadurch komplett um seine Achse und blieb entgegen der Fahrtrichtung vollständig zerstört stehen. Der Mercedes-Sprinter des Ungarn geriet nach rechts von der Fahrbahn in den Straßengraben, drehte sich ebenfalls entgegen der Fahrtrichtung und blieb auf der Seite liegen. Ein zum Unfall aufschließender weiterer Kleintransporter konnte gerade noch nach links ausweichen, der 54-jährige Fahrer aus Belgien geriet aber mit seinem Fahrzeug ebenfalls ins Schleudern und kam auch nach rechts von der Fahrbahn ab und blieb erst etwa 100 Meter von der Unfallstelle in einem Feld stehen.

In dem total beschädigten Pkw erlitt der 24jährige Fahrer mittelschwere Verletzungen, sein 25jähriger Beifahrer aus Bogen wurde lebensgefährlich verletzt und musste von der Feuerwehr mit einem Rettungsspreizer aus dem Fahrzeugwrack befreit werden. Der Fahrer des auffahrenden Transporters wurde ebenfalls mittelschwer verletzt. Die drei verletzten Männer wurden vom Rettungsdienst in die Kliniken in Straubing und Bogen eingeliefert. Der Fahrer des zweiten Kleintransporters blieb unverletzt.

Die Beamten der Autobahnpolizeistation Kirchroth mussten die Richtungsfahrbahn Passau wegen der Unfallaufnahme zwischen 3.50 und 5 Uhr vollständig sperren. Die Autobahnmeisterei war mit mehreren Fahrzeugen vor Ort und sicherte die Unfallstelle ab. Bis 8.10 Uhr war die A 3 an der Unfallstelle nur einspurig auf der Überholspur befahrbar. Zum Teil bildeten sich aufgrund des hohen Verkehrsaufkommens Rückstaus von bis zu sieben Kilometer.

Ein Alkotest bei dem 24-jährigen Fahrer des ersten Autos ergab einen Wert von über einem Promille, eine Blutentnahme wurde veranlasst und der Führerschein des Mannes sichergestellt. Alkotests bei den beiden Kleintransporter-Fahrern blieben negativ. Der Gesamtsachschaden liegt nach ersten Schätzungen bei etwa 50.000 Euro.
11.11.05
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