Die blitzschnelle Information aus der Oberpfalz und Niederbayern


Spaziergänger ertrank

Maxhütte-Haidhof. Bei einem Spaziergang mit seinem Hund ist am Donnerstag gegen 15. 30 Uhr ein 65jähriger Rentner aus Leonberg ausgerutscht, im angrenzenden Weiher gelandet und ertrunken.

Nach den bisherigen polizeilichen Ermittlungen ging der verheiratete Rentner wie alle Tage mit seinem Golden Retriever gegen 15.30 Uhr von seiner Wohnung zu dem Weihergelände am östlichen Ende der Hölzlbergstraße. Er dürfte bereits auf dem Rückweg gewesen sein, als er am Ufergelände eines Fischweihers ausglitt und die 50 Zentimeter hohe Böschung hinunterrutschte.

Er fíel dabei so unglücklich, dass er mit dem Kopf im Wasser des noch zum größten Teil zugefrorenen Weihers landete.

Er wurde dort leblos von zwei neun- und zehnjährigen Schülern gefunden. Über eine weitere Person verständigten die beiden jungen Kinder die Polizei und Rettungsdienste. Nach erfolgreichen Reanimationsmaßnahmen wurde der Verletzte mit dem BRK-Fahrzeug ins Krankenhaus Burglengenfeld gebracht. Dort starb er wenige Minuten vor 17 Uhr.

Zur Ermittlung der Todesursache wurde am Freitag von Rechtsmedizinern aus Erlangen eine Obduktion in der Pathologie des Amberger Klinikums durchgeführt. Dabei wurde zweifelsfrei Ertrinkungstod festgestellt. Anhaltspunkte für Gewalteinwirkung durch Dritte wurden nicht gefunden. Es ist deshalb von einem tragischen Unglücksfall auszugehen.
24.03.06

Teublitz: Sex-Täter geschnappt !

Teublitz. Ein 29jähriger indischer Asylbewerber aus Teublitz konnte von der Polizei als mutmaßlicher Sexualtäter für den nächtlichen Überfall auf eine 42-jährige Frau (wir berichteten) festgenommen werden.

Der Ermittlungsrichter beim Amtsgericht Amberg erließ Haftbefehl. Der mutmaßliche Täter wurde in die Justizvollzugsanstalt Amberg eingeliefert.

Wie die Ermittlungen der Kripo ergaben, dran der indische Asylbewerber am 17. März, in den frühen Morgenstunden, unberechtigt auf ein Grundstück an der Hugo-Geiger-Straße ein. Dort traf er auf die 42jährige Besitzerin, die zu diesem Zeitpunkt nur mit einem Schlafanzug bekleidet im Freien nach ihrer Katze suchte. Die Frau sah sich dem Unbekannten gegenüber und verwies ihn aus dem Gelände.

Während sie sich umwandte und ins Haus gehen wollte, wurde sie von dem Eindringling festgehalten und unsittlich berührt. Nur ihrer heftigen Gegenwehr und lauten Hilferufen, die u.a. ihren Sohn auf den Plan riefen, war es zu verdanken, dass der Täter von seinem Opfer abließ und flüchtete. Die Frau erlitt bei der nächtlichen Attacke Hämatome insbesondere im Intimbereich des Körpers.

Nach dem Überfall unterrichtete die Geschädigte sofort die Polizei, die nach dem Täter fahndete, ihn jedoch in der Nacht nicht mehr dingfest machen konnte. Erst nach einer Veröffentlichung des Vorfalles und einer detaillierten Beschreibung des Unbekannten ging bei der Polizei am darauffolgenden Dienstag, gegen 19 Uhr, ein entscheidender Hinweis ein, der zur Festnahme des 29jährigen indischen Asylbewerbers führte.

Er wurde am Mittwoch von den Kriminalbeamten ausführlich vernommen. Dabei gab er schließlich den Überfall auf die Frau und das weitere Eindringen vor etwa acht Wochen in das Schlafzimmer eines älteren Ehepaares zu. Er begründete die Straftaten jeweils mit starkem Alkoholgenuss. Ein sexuelles Motiv weist er von sich.

Der 29jährige Mann wurde in den späten Nachmittagsstunden des Mittwochs zur Prüfung der Haftfrage dem Ermittlungsrichter beim AG Amberg vorgeführt. Dieser erließ wegen Flucht- und Wiederholungsgefahr wegen sexueller Nötigung, Körperverletzung und Hausfriedensbruch Haftbefehl.

Die Kripo prüft nun, ob der Asylbewerber nicht für weitere gleichgelagerte Straftaten in Frage kommt.
23.03.06

Ehefrau und sich
selbst erschossen !

Simbach am Inn. Ein 70jähriger Mann hat offenbar seine Ehefrau und dann sich selbst erschossen.

Beamte der Polizeiinspektion Simbach führten am Mittwoch gegen 16.30 Uhr in Eggstetten eine "Wohnungsnachschau" durch, da die 59jährige Frau nicht an ihrer Arbeitsstelle erschienen war. Dabei fanden die Beamten im Schlafzimmer des Einfamilienhauses die Leichen des 70jährigen Hauseigentümer und dessen 59jährige Ehefrau, sowie deren toten Schäferhund.

Nach den bisherigen kriminalpolizeilichen Ermittlungen ist davon auszugehen, dass der 70jährige Rentner am Wochenende mit einem Kleinkalibergewehr zunächst seine Ehefrau und anschließend den Schäferhund erschossen hat. Im weiteren Verlauf beging der Rentner mit dem Gewehr Selbstmord. Die Tatwaffe stammt aus dem Haushalt des Täters.

Auf Anordnung der zuständigen Staatsanwaltschaft Landshut wurden beide Leichen vorerst nicht freigegeben. Im Laufe des Donnerstags wird beim Institut für Rechtsmedizin in München eine Obduktion durchgeführt.

In der Wohnung wurden weder ein Abschiedsbrief noch sonstige Hinweise auf ein Tatmotiv gefunden. Die Ermittlungen dauern an.
23.03.06

"Bingo" fiel aus

Laaber/Beratzhausen. Rund 25 enttäuschte Bürger warteten am Montag in Laaber in einem Gasthaus auf die Übergabe ihres Gewinns in Höhe von 250 Euro - umsonst.

In einem textlich geschickt abgefassten Schreiben hatte ein Veranstalter im Landkreis Regensburg offensichtlich Hunderte von Personen angeschrieben und ihnen mitgeteilt, dass sie einer von 30 Rubbellos-Gewinnern seien. Der Gewinn von 250 Euro sollte im Rahmen einer Gewinnübergabeshow überreicht werden, nachdem die angeschriebenen Personen "leider nicht telefonisch erreicht" werden konnten.

Wie üblich, war auf dem Einladungsschreiben keinerlei Adresse oder Telefonnummer aufgedruckt, so dass die Angeschriebenen nicht nachfragen konnten und somit gezwungen waren, sich ihren Gewinn persönlich abzuholen.

Einige der angeschriebenen Personen, die diesem Schwindel nicht trauten, wandten sich daher bereits letzte Woche an die Polizei. So wurde bekannt, dass der gleiche Veranstalter am Montag in Laaber, am Dienstag in Beratzhausen und am Donnerstag in Obertraubling mit textgleichem Schreiben zu einer Gewinnübergabeshow eingeladen hatte. Lediglich Veranstaltungsort und Zeit waren geändert.

Nachdem der Veranstalter, ein Unternehmen aus Stettin, ermittelt werden konnte, wurde im Vorfeld an ihn herangetreten, er auf die gewerberechtlichen Vorschriften hingewiesen und eine entsprechende Überprüfung angekündigt.

Bereits hier wurde bekannt, dass nicht - wie angekündigt - Geld, sondern nur Wertgutscheine verteilt werden sollten. Der Veranstalter bekam nach der Kontaktaufnahme der Polizei dann offensichtlich "kalte Füße" und sagte alle drei Gewinnübergabeshows kurzfristig ab.

Möglicherweise stünde den angeschriebenen Personen der zugesagte Gewinn zu, den sie jedoch zivilrechtlich bei der Firma einklagen müssten.

Es sollte jedem klar sein, dass Veranstalter mit derartigen Versprechungen nur Kunden einfangen und ihnen bei den anschließenden Verkaufsveranstaltungen Waren zu meist überhöhten Preisen verkaufen wollen, hieß es von der Polizei.
22.03.06

Einbrecher schossen

Regensburg. Mit mehreren Schüssen, vermutlich aus einer Pistole, versuchten zwei unbekannte Männer am Mittwoch gegen 5.15 Uhr, die Schaufensterscheibe eines Juweliergeschäfts am Kohlenmarkt in Regensburg zu zerstören.

Die stabile Scheibe hielt den Projektilen stand, weshalb die beiden potentiellen Einbrecher anschließend versuchten, sie mit einem Absperrpfosten vollends zu zertrümmern. Als auch dies misslang flüchteten die beiden Täter.

Von den beiden Tätern gibt es nur eine sehr vage Beschreibung. Demnach sollen beide zwischen 18 und 30 Jahre alt, etwa 1,80 Meter groß und von schlanker Statur sein. Beide trugen ein Oberteil mit Kapuze, wobei in einem Fall dessen Farbe dunkel, im anderen Fall eher hell bis dunkelgrau gewesen sein soll.

Nach dem missglückten Einbruch flüchteten beide in Richtung Fischmarkt. Für die weiteren Ermittlungen der Regensburger Kriminalpolizei von besonderer Bedeutung ist die Aussage einer etwa 35jährigen Frau, die die Täter gesehen hat und darüber auch mit einem anderen Passanten gesprochen hat. Die Frau, sie war zu Fuß aus Richtung Altes Rathaus gekommen und über den Kohlenmarkt gegangen, wird dringend gebeten, sich mit der Kripo unter der Telefon-Nr. 0941/506-2681 in Verbindung zu setzen.
22.03.06

Mit Blaulicht verunglückt

Regensburg. 40.000 Euro Schaden entstand beim Zusammenstoß eines Einsatzfahrzeugs der Polizei mit einem anderen Auto in Regensburg.

Ein Streit zwischen zwei Jugendgruppen im Regensburger Gewerbepark war der Polizei gemeldet worden. Da dieser zu eskalieren drohte, war auch eine Streife der Inspektion 1 unterwegs, um die Kollegen zu unterstützen.

An der Kreuzung Nordgaustraße/Frankenstraße kam es dabei zu einem Verkehrsunfall, bei dem eine 21jährige Frau aus Ostdeutschland leicht verletzt wurde. Das Dienstfahrzeug war mit eingeschaltetem Blaulicht auf der Nordgaustraße stadtauswärts unterwegs und fuhr bei "Rot" über die Kreuzung. Die von rechts kommenden Autos, die eigentlich "Grün" hatten, blieben stehen.

Lediglich die junge Frau übersah das polizeiliche Einsatzfahrzeug, fuhr in die Kreuzung ein, wo die beiden Autos zusammenstießen. Der Opel der 21-Jährigen fuhr noch gegen einen Lichtmast. An beiden Fahrzeugen entstand vermutlich Totalschaden in Höhe von etwa 40000 Euro.

Übringes: die zunächst gemeldete Schlägerei im Gewerbepark entpuppte sich als verbale Auseinandersetzung unter Jugendlichen, die von Polizeibeamten geschlichtet werden konnte.
22.03.06
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