Die blitzschnelle Information aus der Oberpfalz und Niederbayern


Schnee läßt Reithalle einstürzen (Foto)

Deggendorf. In der Gemeinde Bernried ist am Sonntag eine große Reithalle unter der Last des Schnees eingestürzt.

Anders als in Bad Reichenhall gab es bei dem Unglück am Sonntag-Vormittag in der Gemeinde Bärnried glücklicherweise keine Opfer: Weder Menschen noch Tiere wurden verletzt, heißt es in ersten Meldungen. Das auch der neben der Halle befindliche Stall gefährdet war mußten die Pferde evakuiert werden.

Der Sachschaden beläuft sich nach ersten Schätzungen auf über 200 000 Euro.

Aktualisierung:
Die Halle im Ortsteil Edenstetten stürzte offenbar bereits in der Nacht von Samstag auf Sonntag ein. Das Dach der 20 mal 40 Meter großen Reithalle wurde vermutlich durch die große Schneelast eingedrückt. Zum Zeitpunkt des Einsturzes befanden sich keine Personen oder Tiere in der Halle.

Die Reithalle befindet sich zweei Kiloemter außerhalb des Ortes Edenstetten auf einer Anhöhe im Ortsteil Schneideried. Der Einsturz wurde erst am Sonntag gegen 8 Uhr durch die Pferdepflegerin bemerkt. Am Samstag war bis 18 Uhr noch Reitbetrieb. Auch am Sonntag wäre gegen 10 Uhr der Reitbetrieb aufgenommen worden.

Obwohl das Wohnhaus nur etwa 100 Meter entfernt ist, wurde der Einsturz durch den 44jährigen Besitzer nicht bemerkt. Eine dazwischen liegende Stallung wirkte wahrscheinlich als Schallschutz.

Bei der Dachkonstruktion handelt es sich um eine Satteldach-Leimbinderkonstruktion mit geringer Neigung. Das Dach der 1987 gebauten Reithalle stürzte auf zwei Drittel der Fläche ein. In der Nacht von Samstag auf Sonntag fielen dort etwa zehn Zentimter Neuschnee. Die bisherige Schnee betrug etwa 80 Zentimeter.

An die Reithalle ist eine Pferdestallung angebaut, die während des Einsturzes mit Pferden belegt war. Da aufgrund der baulichen Einheit auch für das Stallungsgebäude Einsturzgefahr bestand, mussten die Tiere durch die Einsatzkräfte der Feuerwehr evakuiert werden. Die 16 Pferde wurden versorgt und in anderen Gebäude untergebracht.
22.01.06

Schwer verletzt

Regensburg. Bei einem Glätte-Unfall wurde am Samstagmorgen ein 36jähriger Autofahrer schwer verletzt.

Der Mann aus Zeitlarn kam mit seinem Audi auf der Bundesstraße 8 bei Mariaort wegen überfrierender Nässe ins Schleudern. Der Fahrer, der in Richtung Etterzhausen unterwegs war, fuhr dabei zuerst einen rechten Leitpfosten um, lenkte dagegen und prallte, sich über die Gegenfahrbahn drehend, schließlich mit der Beifahrerseite gegen einen Ahornbaum.

Der Fahrer wurde im Fahrzeug eingeklemmt und musste mit dem Rettungsspreizer befreit werden. Mit schweren Verletzungen kam er in ein Regensburger Krankenhaus.

Am Fahrzeug entstand Totalschaden. Die B 8 war für eine halbe Stunde komplett gesperrt. Zur Bergung des Fahrers sowie Verkehrsleitmaßnahmen waren die Berufsfeuerwehr Regensburg sowie die freiwilligen Feuerwehren aus Kneiting, Mariaort, Pettendorf und Winzer eingesetzt.
22.01.06

Bei Serien-Unfall lebensgefährlich verletzt

Landkreis Schwandorf. Bei einem Serien-Unfall auf der Autobahn Weiden-Regensburg, in den mehrere Lastzüge verwickelt waren, wurden am Samstag-Morgen mehrere Menschen verletzt - mindestens ein Mann schwebt in Lebensgefahr !

Überfrierende Straßenglätte führte gegen 3.15 Uhr zu einem zunächst kleineren Unfall. Eine 18jährige Frau aus dem Landkreis Schwandorf war auf der BAB A93 von Weiden kommend in Richtung Regensburg unterwegs. Auf Höhe des Autobahndreiecks Oberpfälzer Wald geriet sie mit ihrem Toyota ins Schleudern und prallte gegen die linke Schutzplanke. Beschädigt kam der Toyota auf dem rechten Seitenstreifen zum Stehen.

Da der Wagen nicht mehr fahrtüchtig war verständigte die junge Frau ihre Angehörigen zu Abholung. Nach bisherigen Feststellungen dürfte die Unfallstelle ausreichend abgesichert gewesen sein, als etwa 15 Minuten später ein Mercedes aus dem Landkreis Kelheim an gleicher Stelle ins Schleudern geriet. Die Limousine, besetzt mit drei türkischen Männern, prallte gegen den stehenden Toyota. Der 25jährige Fahrer eines nachfolgenden Fiat Bravo aus dem Landkreis Schwandorf konnte vor dieser Unfallstelle noch rechtzeitig anhalten.

Dem Fahrer eines 40-Tonner-Sattelzug aus der tschechischen Republik gelang dies jedoch nicht mehr. Der Sattelzug schleuderte querstehend in die Unfallstelle und schob alle bereits stehenden Autos ineinander. Mehrere Personen konnten sich vor diesem letzten schweren Zusammenstoß über die Schutzplanke in Sicherheit bringen.


Für einen 35jährigen Türken hatte dieser Unfall fatale Folgen. Er erlitt lebensbedrohliche Verletzungen. Mit dem Rettungshubschrauber kam er in das Uni-Klinikum nach Regensburg. Drei weitere Personen (zwei aus dem Mercedes sowie der Fiat-Fahrer) wurden leicht verletzt. Sie kamen zur ambulanten Behandlung in das Klinikum Weiden bzw. in das Krankenhaus nach Schwandorf. Der Sachschaden bei diesem Unfall beläuft sich auf rund 80.000 Euro.

Unmittelbar nach diesem Verkehrsunfall ereignete sich ein weiterer Zusammenstoß. Ein 50jähriger Mann aus dem Landkreis Schwandorf hatte die Warnblinkleuchten bemerkt und 200 Meter vor dem Unglücksort auf dem Seitenstreifen angehalten. Um zu helfen wollte er sich zur Unfallstelle begeben. Nun kamen auf der A93 zwei große Silozüge die aufgrund der Glätte ins Schleudern gerieten. Die beiden Fahrzeuggespanne prallten gegen den Fiat Stilo des Helfers. Personen wurden bei diesem Unfall nicht verletzt. Der Sachschaden beläuft sich hier auf rund 35.000 Euro.

Diese zweite Unfallstelle ist bereits geräumt. Am ersten Unfallort dauertenn die Bergungsarbeiten am Vormittag noch an. Bis zur Verkehrs-Freigabe wurde der Verkehr an der Ausfahrt Wernberg-Köblitz ausgeleitet und über die Staatsstraße 2657 (alte B15) nach Pfreimd geführt.

Mit der Klärung des Unfallhergangs wurde ein Sachverständiger beauftragt. Neben den Kräften der Rettungsleitstelle, den Feuerwehren aus Wernberg und Oberköblitz, befanden sich die Autobahnmeisterei Schwandorf sowie ein Vertreter des Landratsamtes Schwandorf im Einsatz, da aus einem Sattelzug rund 500 Liter Diesel ausgelaufen waren.
21.01.06

Radfahrer attackiert

Regensburg. Ein unbekannter "Radler-Hasser" hat in Regensburg einen klingelnden Radfahrer absichtlich auf die Busspur geschubst !

Der Täter wird als etwa 35 Jahre alt, etwa 1,75 Meter groß, mit schlanker Figur, aber rundlichem Gesicht und zur fraglichen Zeit mit einer schwarzen Jacke u. einer schwarzen Hose bekleidet beschrieben.

Der Unbekannte und ein 37jähriger Radfahrer waren am Donnerstag kurz nach 19 Uhr auf der Landshuter Straße in Regensburg in Richtung Burgweinting unterwegs. Sie benutzten dazu den auf der linken Straßenseite vorhandenen gemeinsamen Rad- und Gehweg. Zwischen der Einmündung der Benzstraße und der Autobahnunterführung wollte der Radfahrer den vor ihm gehenden Fußgänger überholen.

Um den Fußgänger zu warnen, klingelte er zweimal. Der Radler war gerade auf Höhe des Anderen, als dieser plötzlich einen großen Schritt auf ihn zumachte und ihn mit der Schulter auf die vorbeiführende Fahrbahn stieß. Dabei erklärte er in einheimischer Mundart: „Ich hasse Radfahrer“.

Während der Radler auf die an dieser Stelle eingerichtete Busspur stürzte, ging der Fußgänger seines Weges, ohne sich um die Sache zu kümmern. Da momentan kein Busverkehr herrschte, blieb der Radlfahrer unverletzt.

Hinweise auf den unbekannten Fußgänger nimmt die Polizeiinspektion Regensburg 1, Telefon 0941/506-2121, entgegen.
20.01.06

Brandstifter gefaßt

Regensburg. Eine Serie von Brandlegungen im Regensburger Stadtnorden hat die Kriminalpolizei jetzt aufklären können.

Ein 18jähriger Mann aus Oberbayern, seit Sommer 2005 zur Ausbildung in Regensburg, hatte nach dem Einbruch in den Kassenwagen eines Zirkusunternehmens Feuer gelegt und auch versucht im Keller eines Mehrfamilienhauses einen Brand zu entfachen. Etwa 40 Einbrüche in der Stadt hat der junge Mann darüber hinaus zugegeben.

Die Brandserie begann in der Nacht zum 2.Januar. Beim Einbruch in das Kassenhäuschen eines in Regensburg am Dultplatz gastierenden Zirkus hatte der Täter Bargeld und etwa 1000 Eintrittskarten gestohlen. Anschließend hatte er Feuer gelegt, das aber glücklicherweise keinen größeren Schaden anrichtete. Noch in der selben Nacht hatte der bislang unbekannte Täter auch versucht, einen Lastwagen am Dultplatz anzuzünden.

Am frühen Morgen des 8.Januar war es dann ein in der Bäckergasse abgestelltes Wohnmobil, das in Brand gesetzt werden sollte. Wie in den ersten Fällen war der Schaden aber gering, da die Flammen rechtzeitig verloschen.

Schwerwiegende Folgen hätte aber die Brandlegung im Keller eines Mehrfamilienhauses in der Alten Nürnberger Straße am 12.Januar haben können, wo nach Einbrüchen in Kellerabteile Feuer gelegt worden war. Auch hier konnte der Brand gelöscht werden, ohne sich über den Keller hinaus auf das gesamte Haus mit etwa 20 Wohnungen ausgebreitet zu haben. Der Sachschaden ist beträchtlich.

Trotz allem verhältnismäßig gering auch die Folgen des Brandes eines Geräteschuppens in der Alten Nürnberger Straße. Die Flammen griffen zwar noch auf eine hölzerne Pergola über, verloschen aber ohne auf ein benachbartes Anwesen überzugreifen.

Auf die Spur des Tatverdächtigen kamen die Beamten nach mehreren Sachbeschädigungen in der Alten Nürnberger Straße. Dort waren Autoreifen zerstochen worden und im Rahmen der Fahndungsmaßnahmen ging der 18-Jährige ins Netz. Er hatte das Weite gesucht, als er überprüft werden sollte und war dadurch aufgefallen.

Gegen den jungen Mann wurde ein Haftbefehl erlassen. In den Vernehmungen nach seiner Festnahme hatte er die oben geschilderten Taten im Wesentlichen zugegeben und auch gleich noch zahlreiche Einbrüche mit dazu. Etwa 40 solcher "Brüche" in Gaststätten, Geschäfte und Büros, bei denen er überwiegend Bargeld erbeutete, räumt er ein. In zwei Fällen hatte er auch Computer mitgenommen und gewinnbringend verkauft. Einen Schaden von weit über 10 000 Euro hatte er dadurch verursacht.
Der Festgenommene stammt aus Oberbayern und absolvierte seit Sommer 2005 eine Lehre in Regensburg. Gewohnt hatte er bis wenige Tage vor seiner Festnahme in einer WG. Seine Mitbewohner hatten ihm aber die Freundschaft gekündigt und ihn "auf die Straße gesetzt", nachdem er ihnen Geld gestohlen hatte.
20.01.06

Krankenhaus-Einbrecher knackten Tresor (Foto)

Auerbach. Bislang unbekannte Einbrecher drangen in der Nacht auf Donnerstag in die Verwaltungsräume des Krankenhauses Auerbach an der Krankenhausstraße ein und stahlen einen Tresor.

Sie hebelten gewaltsam ein Fenster an der Rückseite auf und gelangten in das Erdgeschoss des Gebäudes. In einem Büroraum stießen sie auf einen massiven Schlüsseltresor, der an die Wand gedübelt war. Diesen wuchteten sie mit einem Werkzeug von der Wand und schleiften ihn durch das Fenster ins Freie. Spuren auf dem angrenzenden Parkplatz deuten darauf hin, dass mehrere Täter den schweren Safe etwa 20 Meter weit schleppten und ihn dann offenbar in ein Fahrzeug einluden.

Im Tresor befand sich außer einer großen Anzahl von Schlüsseln, darunter auch solche für eine Schließanlage, ein Geldbetrag von 2.500 Euro. Am wertvollsten waren die entwendeten Schlüssel. Diese stellten einen Ersatzwert von rund 50.000 Euro dar.

Der Einbruch wurde von der Putzfrau, die am Morgen ihre Arbeit aufnehmen wollte, entdeckt. Bei den Ermittlungen, die mittlerweilse die Kripo Amberg übernommen hat, wurde festgestellt, dass die Tat vermutlich zwischen 21.30 Uhr und 21.45 Uhr verübt worden ist. Von Zeugen wurden auch zwei Männer auf dem Parkplatz vor einem Fahrzeug gesehen.

Noch während die Kriminalbeamten ermittelten, wurde von einem Spaziergänger am Donnerstag um 14.30 Uhr der aufgebrochene Tresor in einem Waldstück unweit der Autobahn A 9 nach Berlin, bei der Ortschaft Plech, aufgefunden. Sämtliche Schlüssel waren noch im Schrank, nur der Bargeldbetrag von 2.500 Euro war verschwunden.

Sachdienliche Hinweise nimmt hierzu die Kripo in Amberg unter Telefon 09621/890-120 entgegen.
20.01.06
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