Guteneck/Lkr Schwandorf. Ein 52jähriger Kraftfahrer beförderte am
Dienstag gegen 6.25 Uhr in seinem 40sitzigen Omnibus Berufsschüler
von Schönsee über Oberviechtach nach Nabburg. Als er in
Weidenthal an der Haltestelle der Staatsstraße 2156 stoppte und seine
Warnblinkanlage eingeschaltet hatte, wurde er von einem 36-Jährigen aus
Oberviechtach mit seinem Pkw, der ihn offenbar zu spät bemerkt hatte, trotz
Gegenverkehrs überholt.
Der Pkw-Fahrer musste abrupt den Überholvorgang
abbrechen und knallte dabei auf den Omnibus auf. Der Unfallverursacher sowie
der Fahrer des Omnibusses und fünf beförderte Berufsschüler blieben
unverletzt. An den Fahrzeugen entstand ein Gesamtsachschaden von 50.000
Euro.
Die fünf Berufsschüler wurden von anderen Verkehrsteilnehmern nach
Nabburg mitgenommen, um den Unterricht nicht zu versäumen.
Die Fahrzeuge
waren nicht mehr fahrbereit. Da Öl ausgelaufen war, mussten die Wehrmänner
der Feuerwehr an den Unfallort ausrücken und Bindemittel aufbringen.
01.02.06
Amberg/Schwandorf. Nach aufwendigen Fahndungsmaßnahmen
und einer akribischen Spurensuche gelang es der Polizei vor kurzem, eine
Serie von Eigentumsdelikten in den zurückliegenden Monaten aufzuklären.
Insgesamt konnten die Beamten 15 Straftaten, überwiegend Einbruchdiebstähle
im südlichen Landkreis Amberg-Sulzbach und Schwandorf, klären. Daraus
resultiert ein Gesamtschaden von rund 80.000 Euro. Das Tätertrio, das aus
einem 20-jährigen Haupttäter und zwei Mittätern, einem 24- und 28-Jährigen
aus Amberg, besteht, wurde ermittelt. Gegen sie wurden durch den
Ermittlungsrichter des Amtsgerichts Amberg Haftbefehle erlassen und die
Untersuchungshaft angeordnet. Alle drei befinden sich zur Zeit in der JVA
Amberg.
Vorangegangen war seit August vergangenen Jahres eine Serie von
Einbruchdiebstählen, vorwiegend in der Vilstalregion. Es wurde in einen
Metzgereibetrieb, zwei Getränkemärkte, Bauernhöfe, mehrere Garagen,
Wohnhäuser, Wochenendhäuser und Sporthallen eingebrochen. Die Täter hatten
es fast immer auf Bargeld abgesehen, nahmen jedoch auch hier und da
Gegenstände als Beute mit. Relativ rasch ergab sich bei den Ermittlungen ein
Tatverdacht gegen einen 20-jährigen, ledigen, berufslosen und wohnsitzlosen
Mann aus Amberg. Die entscheidende Wende bei den Ermittlungen ergab sich
jedoch erst, als die Ermittler erfuhren, dass der bereits in Verdacht
stehende 20-Jährige, der nur über geringe Geldmittel verfügte, zusammen mit
einem 28-jährigen Freund und dessen Bekannter am 25. November eine
sündteuere Urlaubsreise nach Gran Canaria unternommen hat.
Stück für Stück reihten sich dann in Kleinarbeit die Beweise aneinander und
erhärteten den Tatverdacht. U.a. wurden im Zimmer des 20-Jährigen
Gegenstände, die aus der Einbruchserie stammten, aufgefunden. Der
entscheidende Schlag der Polizei gelang erst nach der Rückkehr aus dem
Urlaub auf Gran Canaria. Der Zufall wollte es, dass der 28-jährige
wohnsitzlose Amberger sich am 19. Januar zu mitternächtlicher Stunde bei
der Polizeiinspektion Amberg erkundigte, ob er von der Polizei gesucht
werde. Er hätte diesbezügliches in seinem persönlichen Umfeld gehört. Bei
diesem Gespräch stellte sich dann heraus, dass er in Begleitung des
20-Jährigen war, nach dem die Polizei schon fieberhaft fahndete.
Da die
Beamten aufgrund der gesicherten Spuren bereits zweifelsfrei wussten, dass
der 20-Jährige für Einbrüche in Schwandorf und Rieden in Frage kommt, wurden
beide Personen vorläufig festgenommen. Bei anschließenden Vernehmungen
legten sie nach anfänglichem Zögern umfassende Geständnisse vor den
Kriminalbeamten ab. Der 28-Jährige gestand unter anderem, bei einem Einbruch
in Schwandorf in eine ehemalige Brauerei in der Nacht vom 23. auf 24.
November dabei gewesen zu sein. Er hatte hier zusammen mit dem Haupttäter
rund 5.000 Euro erbeutet.
Hier tauchte auch zum ersten Mal der dritte Täter
, ein 24-jähriger lediger arbeitsloser Amberger, auf. Er wurde am 19.
Januar zur Mittagszeit in seiner Amberger Wohnung von Zivilfahndern
festgenommen. Auch er hat bereits einige Einbrüche zugegeben, an denen er
beteiligt war. Insbesondere hat er u.a. gemeinsam mit dem Haupttäter in der
Nacht vom 25. auf 26. November einen schwerwiegenden Einbruchsdiebstahl in
eine Metzgerei in Rieden verübt, bei dem sie aus einem Tresor fette Beute
machten. Ihnen fielen rund 75.000 Euro in die Hände. Der größte Teil aus
der Beute wurde für die Reise nach Gran Canaria vom 20-Jährigen und dem
28-Jährigen mit seiner Freundin verprasst . Der 24-Jährige erhielt einen
Anteil daraus.
Bisher können dem Trio insgesamt ungefähr 15 Einbruchsdiebstähle im Bereich
Schmidmühlen, Rieden, Vilshofen, Winbuch und Schmidmühlen nachgewiesen
werden. Außerdem gehen zwei Einbrüche in Schwandorf auf ihr Konto.
Gegen das Tätertrio wurde vom Ermittlungsrichter wegen Flucht und
Verdunkelungsgefahr Haftbefehl erlassen. Die drei befinden sich seit
19.Januar in der JVA Amberg.
Von dem erbeuteten Bargeld konnte nichts mehr
sichergestellt werden. Nur einige Geräte der Unterhaltungselektronik, die
durch die Täter von dem gestohlenen Geld angekauft hatten, konnten
sichergestellt werden. Die Ermittlungen sind noch nicht abgeschlossen.
Im Zusammenhang mit diesem Verfahren wird auch noch gegen die Freundin des
28-Jährigen, die mit auf Urlaubsreise war, und einen weiteren Mann aus
Amberg wegen Hehlerei ermittelt.
01.02.06
Fotos:Polizei
Auerbach. Drastische Verstöße entdeckten Beamte der Schwerverkehrs- und Gefahrgutkontrollgruppe der
Verkehrspolizei Amberg bei einer Kontrolle des gewerblichen
Güterverkehrs im gewerbegebiet Auerbach.
Von den insgesamt kontrollierten elf Brummifahrern wurden neun beanstandet.
Insgesamt wurden elf Ordnungswidrigkeiten bei den Kraftfahrern festgestellt
und angezeigt. Drei wurden mit einem Verwarnungsgeld belegt. Drei
Lkw-Fahrern wurde ein Zwangsstopp verordnet. Sie mussten erst ihr Ladegut
ordnungsgemäß sichern und konnten dann weiterfahren.
Die Verstöße reichten
von der Nichteinhaltung der vorgeschriebenen Lenkzeit, dem Nichtmitführen
von Schaublättern und Genehmigungsurkunden sowie dem Überschreiten der
zulässigen Höchstgeschwindigkeit. In drei Fällen hatten es die Lkw-Fahrer
unterlassen, den Sicherheitsgurt anzulegen.
Als herausragende Fälle stellten die Beamten das Transportieren eines
200-Liter-Fasses Mineralöl fest. Dies hatte ein Kraftfahrer ohne jegliche
Sicherheit auf der Ladefläche seines Kleintransporters transportiert.
Ein
weiterer Kleinlaster hatte drei Großpaletten mit Kartonagen ohne jegliche
Sicherheit auf der Ladefläche abgestellt - eine davon war bereits umgefallen...
30.01.06
Amberg Die Polizei stoppte am Samstagabend in einer dramatischen Aktion auf der Autobahn die 20 Kilometer lange Geisterfahrt eines 75jährigen Golf-Fahrers.
Am Samstag um 18.43 Uhr tankte ein 75jähriger Golf-Fahrer sein Fahrzeug an der Raststätte Oberpfälzer Alp Nord, Fahrtrichtung Nürnberg. Anschließend verließ der Rentner die Raststätte in entgegengesetzter Richtung und fuhr als Geisterfahrer auf der A 6 wieder zurück nach Amberg.
Durch zwei Streifenwagen der Amberger Polizei wurde versucht, den Geisterfahrer an den die Anschlusstellen Amberg-West und Amberg-Süd anzuhalten. Da dies misslang, sperrte eine dritte Streifenbesatzung mit Hilfe eines Sattelzuges die BAB A 6 und fuhr dem Geisterfahrer entgegen.
Nach über 20 Kilometern, die der 75jährige Falschfahrer ohne Verkehrsunfall zurückgelegt hatte, konnte er von den Beamten angehalten und vorläufig festgenommen werden. Der Wagen und der Führerschein des Geisterfahrers wurden sichergestellt.
Verkehrsteilnehmer, die durch den Geisterfahrer gefährdet wurden, werden gebeten, sich mit der Verkehrspolizeiinspektion Amberg unter der Telefonnummer 09621-890430 in Verbindung zu setzen.
29.01.06
Amberg. Ein etwa 25- bis 35-jähriger Sittenstrolch entblößte sich am Mittwoch
gegen 13.15 Uhr im Innenhof der Alten Reitschule an der Jesuitenfahrt
gegenüber zwei elfjährigen Mädchen aus Amberg.
Während die dort Mädchen warteten, um
wenig später am Musikunterricht teilzunehmen, betrat vom Maltesergarten her der Täter den Innenhof. Als
er zumindest das eine der Mädchen bemerkte, blieb er stehen, öffnete seinen
Hosenlatz und manipulierte an seinem Geschlechtsteil. Während seiner
Manipulationen hatte er den Kopf tief gesenkt, vermutlich, damit die
11-Jährige sein Gesicht nicht sehen konnte.
Als der Unhold die beiden Mädchen aus den Augen verloren hatte, verschwand
er über den Innenhof in Richtung Maltesergarten. Die beiden
Kinder nahmen anschließend an ihrem Musikunterricht teil und informierten
erst bei der Heimfahrt ihre Mütter. Dieser wiederum setzten die Polizei in
Kenntnis. Eine Sofortfahndung hatte sich wegen des großen Zeitverzuges
erübrigt.
Der Täter ist etwa 180 Zentimeter groß und hat eine schlanke Figur. Sein Alter liegt
zwischen 25 und 35 Jahren. Bekleidet war er mit einer hellblauen,
ausgewaschenen Jeans, einem dunklen Pulli oder Jacke in Bundeswehrfarben.
Die Oberbekleidung hatte einen Kragen, im oberen Bereich zum Kinn mit einem
Reißverschluss, der bis oben geschlossen war. Er hatte dunkelbraunes,
stoppeliges Haar, ähnlich einem Stiftenkopf und schmale Lippen. Außerdem
trug er dunkle Schuhe.
Da zur Mittagszeit dieser Bereich einschließlich Maltesergarten auch von
Fußgängerverkehr frequentiert wird, ist anzunehmen, dass es auch Zeugen
gibt, die den Mann vor, während oder nach der Tat bemerkt haben und
beschreiben können. Hinweise nimmt die Kripo in Amberg unter der Telefonnummer
890-120 entgegen. Hinweise können unter Umständen auch vertraulich behandelt
werden.
26.01.06
Cham Daß Pferde gern Zucker mögen und Hunde am liebsten Schokolade weiß Herrchen ganz genau. Eine ganz andere Seite entdeckte der Hundeführer der Rodinger Polizei, Polizeihauptmeister Manfred Schloder, an seinem Diensthund "Huck von der Litzauer Schleife".
Zur Durchsuchung eines Geschäftshauses zu nächtlicher Stunde wollten Beamte der Polizeiinspektion Cham auf die vierbeinige Unterstützung ihres schnüffelnden Kollegen nicht verzichten. An dem Gebäude stand eine Tür offen, was auf einen möglichen Einbruch schließen ließ.
Nach Abschluss der Aktion mussten die eingesetzten Beamten auf den Polizeihund warten. der sich noch in einem Büroraum aufhielt. Alle waren da, nur "Huck" fehlte. Der Hundeführer sah nach seinem treuen Gefährten und fand ihn in einem Büroraum.
Grund der Verzögerung war eine auf einem Schreibtisch abgelegte Schachtel Schnapspralinen.
"Huck" - eigentlich gelernter Drogenhund - leckte sich just nach dem Vertilgen einiger Pralinen genüsslich das Maul, als ihn sein "Herrchen" auf seine Verfehlung hinwies.
Ob "Huck" danach noch dienstfähig war, ließ der Polizeibericht offen.
26.01.06