Straubing. Auf dubiose Art und Weise hat sich ein Unbekannter Ende April von einem Spendenkonto der Stadt Straubing "bedient". Unter dem Deckmantel einer real existierenden Firma wurden zweimal zweistellige Eurobeträge abgebucht. Die Stadt hat sofort Anzeige erstattet, derzeit ermittelt die Polizeiinspektion Straubing zu den Hintergründen.
Ende April fiel Beschäftigten der Stadt Straubing auf, dass das Spendenkonto für die Flutopfer Südostasien zweimal mit zweistelligen Eurobeträgen belastet wurde und so Geld von dem Konto wegtransferiert wurde. Die Abbuchung wurde namens einer Hamburger Firma über eine Bankfiliale in Düsseldorf getätigt. Erste Recherchen ergaben aber sofort, dass wohl ein noch unbekannter Internet-User sich der Daten der Firma bediente und auf gleiche Art und Weise im Bundesgebiet schon öfters Abbuchungen mit Gutschriften zu seinen Gunsten veranlasste.
Als Verwendungszweck hatte der Unbekannte sinnigerweise verschiedene längere Zahlenkombinationen mit den Worten Mafia, Premium und DE-Bank benutzt. Recherchen der Polizeiinspektion Straubing zu Folge gibt es ähnliche Fälle auch im Bereich Schwaben und Oberbayern. Die Straubinger Polizei bittet jetzt aktuell um Hinweise, ob ähnliche Fälle von illegalen Abbuchungen auf anderen Konten, insbesondere Firmenkonten, bereits bekannt sind. Hinweise werden unter der Tel.-Nr. 09421 / 868-0 an die Polizeiinspektion Straubing erbeten.
11.05.05
Amberg. Gegen den 20-jährigen ledigen Mann aus dem Landkreis Amberg, der am Dienstag, kurz vor Mittag, in der Unterführung am Bahnhof zur Ruoffstraße den 78-jährigen Amberger Rentner brutal niedergetreten und beraubt hat (wir berichteten), erließ der Ermittlungsrichter am Mittwoch in den Nachmittagsstunden Haftbefehl. Er wurde in die JVA Amberg eingeliefert. Der 20-Jährige ist nicht, wie von der Polizei irrtümlicherweise mitgeteilt, deutscher Staatsangehöriger, sondern Italiener, aber in Deutschland geboren.
Wie bereits ausführlich berichtet, war der 20-Jährige dem Rentner auf seinem Nachhauseweg gefolgt und hatte ihn brutalst in der Unterführung beim Amberger Bahnhof niedergeschlagen. Dabei trommelte er mit den Fäusten gegen sein Gesicht und trat den gestürzten, am Boden liegenden Mann mit den Füßen in den Körper. Anschließend raubte er ihm die Geldbörse mit knapp 50 Euro Bargeld und flüchtete. Obwohl die Polizei erst über verschiedene Personen von dem Geschehnis erfahren hat, gelang es ihr aufgrund der guten Beschreibung, den flüchtigen Täter 15 Minuten später im Bereich des Kleinen Kreisverkehrs auf der Marienstraße/Ecke Mariahilfbergweg festzunehmen. Zeitgleich wurde der Verletzte ins Klinikum gebracht. Nach Auskunft sind seine Verletzungen schwerer als zunächst angenommen. Das Opfer erlitt einen Oberschenkelhalsbruch und schwere Gesichtsprellungen.
Der 20-jährige Räuber gestand vor den Kripo-Beamten zunächst nur ein, dass er den älteren Mann zu Boden geschlagen hat. Von einem Raub wollte er nichts wissen. Dies hat sich mittlerweile geändert. Er gab den Überfall auf den 78-jährigen Amberger und den Raub dessen Geldbörse zu. Bei seiner Vernehmung vor den Kriminalbeamten gestand er dann weitere 5 gleichgelagerte Raubüberfälle, begangen in Frankenthal in Nordrhein-Westfalen, in seiner Heimatstadt, ein. Er hat dort Anfang Februar zwei Mal, Ende April einmal und Anfang Mai zwei Mal ältere Damen überfallen und deren Handtasche geraubt. Dabei fielen ihm jeweils Geldbeträge zwischen 40 und 80 Euro in die Hände. Bei den Raubüberfällen in Frankenthal blieb es jeweils beim Entreißen der Handtasche. Brutale Gewalt wie in Amberg will er dabei nicht angewandt haben.
Bei der Festnahme des Täters konnten die Beamten das erbeutete Geld sicherstellen. Die Börse wurde am Mittwochfrüh, bei einer Absuche des Fluchtweges auf einer Garage eines Wohnanwesens an der Gabelsberger Straße aufgefunden und sichergestellt. Die Ermittlungsbeamten prüfen weiterhin, ob der 20-jährige Italiener noch für weitere Straftaten in Frage kommt.
11.05.05
Amberg. Einen raschen Fahndungserfolg konnte die Amberger Polizei am
Dienstagmittag nach einem brutalen Überfall auf einen 78-jährigen Senior aus
Amberg verbuchen. Den Beamten gelang es gegen 11.45 Uhr, einen 20-jährigen
Schüler aus dem südlichen Landkreis, nachdem er einen älteren Mann brutal
niedergeschlagen und seiner Börse beraubt hatte, innerhalb einer
Viertelstunde festzunehmen.
Nach den bisherigen Feststellungen der Kriminalpolizei war ein 78-jähriger
Mann mit seiner Ehegattin zu einem Einkaufsbummel in der Stadt unterwegs.
Dort trennten sich ihre Wege. Gegen 11.45 Uhr trat der Amberger seinen
Nachhauseweg, der ihn über den Bahnhofsvorplatz durch das Fußgängertunnel
zur Ruoffstraße führte, an. Im Fußgängertunnel wurde er plötzlich von hinten
geschubst und von einem unbekannten Mann angeschrieen.
Ohne die Worte zu
verstehen, die der Mann rief, versetzte ihm dieser mit voller Wucht mehrere
Faustschläge ins Gesicht und traf ihn auch am Jochbein und an der Nase. Der
Überfallene ging durch die Schläge zu Boden. Als er dort hilflos lag, trat
ihn der Unbekannte mit den Füßen kräftig gegen den Oberschenkel und den
Gesäßbereich. Der Räuber bückte sich und zog dem Niedergeschlagenen aus der
Gesäßtasche die Geldbörse mit rund 50 Euro Bargeld. Ohne weitere Worte gab
der Unbekannte Fersengeld und flüchtete in Richtung Ruoffstraße.
Unmittelbar nachdem die Polizei verständigt worden war, lief eine Fahndung
mit starken Kräften an. Diese war relativ rasch erfolgreich und man konnte
den Tatverdächtigen knapp eine viertel Stunde später auf der Marienstraße
vorläufig festnehmen. Während das verletzte Opfer ins Amberger Klinikum
gebracht wurde, transportierte man den Festgenommenen zur Polizei. Hier wird
er mittlerweile von den Kriminalbeamten vernommen. Bisher gestand er nur
ein, den älteren Mann brutal niedergeschlagen zu haben. Einen Raub der Börse
weist er von sich. Bei seiner Festnahme fanden die Ordnungshüter jedoch
einen Geldbetrag, der sich mit der Beute etwa deckt, auf.
Am Mittwoch wird der Festgenommene zur Prüfung der Haftfrage dem
Ermittlungsrichter beim AG Amberg vorgeführt.
10.05.05
Wackersdorf/Lkr Schwandorf. In der Nacht von vergangenem Montag, 20 Uhr, bis
Dienstagfrüh, 6.45 Uhr, entwendeten unbekannte Täter von der
Brückenbaustelle an der BAB A 93, zwischen den Anschlussstellen
Schwandorf-Süd und -Mitte, einen Yanmar Mini-Bagger im Wert von 40.000 Euro.
Die Baumaschine wurde zunächst mit eigenem Antrieb von der Autobahnbaustelle
weggefahren und nach 500 m auf ein Transportfahrzeug aufgeladen.
Nach bisherigen Feststellungen der Amberger Kripo brachen unbekannte Täter
in der Nacht von Montag auf Dienstag einen Yanmar Mini-Bagger, der an der
Brückenbaustelle der A 93, in Richtung Weiden, in der Nähe der Ausfahrten
SAD-Mitte und -Süd, eingesetzt ist, gewaltsam auf. Danach fuhren die Täter
mit dem Bagger die Böschung hinunter über einen Feldweg bis zur Staatsstraße
2145, die von Schwandorf nach Steinberg führt. Diese wurde überquert. Dort
weisen die Spuren darauf hin, dass der etwa 5 t schwere Kurzheck-Mini-Bagger
auf ein Ladefahrzeug gefahren und abtransportiert worden ist. Der Verladeort
ist ringsum von Wald umgeben und relativ gut abgedeckt. Es ist jedoch
durchaus möglich, dass Kraftfahrer das Verladen der Baumaschine bemerkt
haben und Angaben über das Transportfahrzeug oder die Personen geben können.
Die selbst fahrende Baumaschine ist gelb-grün lackiert, hat einen gelben
Greifarm und einen hellgrünen Unterbau. Der Mini-Bagger ist neuwertig und
weist nur 20 Betriebsstunden auf. Geschädigt ist ein Baumaschinenverleih aus
dem nördlichen Landkreis Neustadt/Waldnaab. Die Maschine stellt einen Wert
von 40.000 Euro dar.
Bisherige Fahndungsmaßnahmen, in die auch die Grenzbehörden eingeschaltet
wurden, sind ohne Erfolg verlaufen. Hinweise auf die Straftat nimmt die
Polizeiinspektion Schwandorf unter der Tel.-Nr. 09431/4301-0 oder die Kripo
in Amberg unter der Tel.-Nr. 09621/890-120 entgegen. Unter Umständen können
Hinweise auch vertraulich behandelt werden.
10.05.05
Freudenberg. Der plötzliche Ausfall eines Motors ließ am Dienstagfrüh gegen
5 Uhr ein Gärbecken mit Gülle einer Biogasanlage überschwappen. Diese floss
nach unten über eine Straße in einen Oberflächenkanal und gelangte von dort
in den vorbeiführenden Lohbach, der wiederum in den Fensterbach mündet. Nur
durch die rechtzeitige Entdeckung durch den Betreiber konnte ein schlimmeres
Ausmaß verhindert werden. Derzeit ist nur ein Folgegeschädigter bekannt. Es
handelt sich um den Pächter eines Teilbereiches des Fensterbaches. Bei ihm
dürften etwa 600 Forellen verendet sein. Der Schaden beträgt 1.500 Euro. Das
gesamte Fassungsvermögen der Anlage beträgt 1.100 Kubikmeter.
Nach bisherigen Feststellungen der Ermittlungsbeamten der Polizeiinspektion
Amberg betreibt ein 34-jähriger Landwirt aus dem Ortsteil Schwand seit geraumer
Zeit eine Biogasanlage, die vorrangig mit Gülle, aber auch mit Gras und Mais
gespeist wird. Durch deren Vergärung entstehen Gase, die letztendlich zum
Betreiben einer Turbine verwendet werden, mit der man Strom erzeugt. Das
Verhängnis bahnte sich am frühen Morgen des Dienstags an. Der Betreiber der
Anlage bemerkte zu dieser Zeit, dass hinter seinem Anwesen Jauche auf die
Straße floss. Er reagierte sofort, um nach der Ursache zu sehen. Als
Sofortmaßnahme leitete er die Gülle in ein so genanntes Endlager um, wodurch
das Auslaufen gestoppt worden war. Bis zur Feststellung dürften etwa 10 cbm
Gülle ausgetreten und über die Straße hinweg in den Oberflächenkanal gelangt
sein. Über den Kanal, der in den Lohbach mündet, gelangte die Gülle auch
dorthin. Weiter floss sie nach Ortsende von Pursruck in den Fensterbach.
Auch dort wurde das Wasser verunreinigt.
Durch den Landwirt wurde danach festgestellt, dass exakt um 9 Minuten nach 5
Uhr ein Motor ausgefallen war, was zur Folge hatte, dass die Gasturbine
nicht mehr funktionsfähig war. Dadurch konnten die angesammelten Gärgase
nicht mehr in die Turbine gelangen und stauten sich im Klärbecken an. Es
entstand dadurch ein Überdruck, der letztendlich das Becken zum Überlaufen
brachte.
Als weitere Sofortmaßnahmen wurden die bekannten
Fischzüchter, deren Gewässer durch den Fensterbach und Lohbach gespeist
werden, über den Rundfunk und Telefon aufgefordert, den Zulauf abzusperren
und zu sichern, um ein Fischsterben zu verhindern. Mit an der Unglücksstelle
waren die Fachbehörden des Landratsamtes, Wasserwirtschaftsamtes und
Gewerbeaufsicht sowie der Bürgermeister der Gemeinde Freudenberg. Durch den
Landwirt selbst wurde ein Baggerbetrieb beauftragt, das verunreinigte
Erdreich abzutragen, damit die Gülle nicht in das Grundwasser eindringen
konnte.
Es ist durchaus möglich, dass in verschiedenen Fischweihern noch
Folgeschäden eintreten werden. Dies ist jedoch derzeit noch nicht abzusehen.
Bereits am 11. April und kurz darauf ermittelte die Polizei wegen eines
Fischsterbens in Pursruck. Es waren damals 100 Spiegelkarpfen verendet. Auch
hier war ein Einleiten von Jauche die mögliche Ursache. Ob die beiden
Vorfälle in kausalem Zusammenhang mit der Biogasanlage stehen, kann derzeit
nicht gesagt werden.
10.05.05
Deggendorf. Gegen 12.55 Uhr erhielt die Polizei eine Mitteilung über einen Brand im Haus der Diakonie (Altenheim) in Deggendorf.
Insgesamt wurden etwa 20, zum Teil bettlägerige Insassen durch die Feuerwehr geborgen und evakuiert. Nach ersten Erkenntnissen dürfte ein technischer Defekt, eventuell an einer Lampe, ursächlich gewesen sein. Bei den Rettungs- und Bergungsarbeiten erlitten sechs Krankenschwestern sowie zwei Feuerwehrmänner eine Rauchvergiftung und werden derzeit im Klinikum Deggendorf versorgt.
Am Gebäude entstand kein Brandschaden, der Schaden am Inventar beträgt rund 20.000 Euro.
10.05.05