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Klinikum Straubing: "Todesengel" verhaftet !

Straubing. Die Kriminalpolizei Straubing und die Staatsanwaltschaft Regensburg ermitteln derzeit gegen eine Krankenschwester am Klinikum Straubing, die durch nicht ärztlich angeordnete und zu hohe Morphingaben den Tod von Patienten verursacht haben soll. Zumindest in zwei Fällen wird die Staatsanwaltschaft hierzu Haftbefehlsantrag gegen die Frau stellen, die bereits am Abend des Montag festgenommen wurde.
Die Ermittlungen von Polizei und Staatsanwaltschaft kamen am Montag ins Rollen. Die Leitung des Klinikums St.Elisabeth hatte bei internen Kontrollen Unregelmäßigkeiten im Zusammenhang mit dem Verbrauch von Morphin auf einer Station festgestellt und von sich aus sofort die Polizei verständigt. Zunächst stand der begründete Verdacht nahe, dass Morphin ohne oder über die ärztliche Verordnung hinaus an Patienten verabreicht wurde. Von Kripo und Staatsanwaltschaft wurden sofort intensive Ermittlungen eingeleitet. Dabei ergaben sich auch Hinweise darauf, dass der Tod von schwerkranken Patienten mit der Gabe von Morphin durch die Krankenschwester in Zusammenhang stehen könnte.
Auf Grund der vorliegenden Verdachtsmomente und Recherchen wurde die Frau, eine 48-Jährige aus dem Landkreis Straubing-Bogen, am Montagabend von Kräften der Straubinger Kripo zu Hause aufgesucht und vorläufig festgenommen und bei der Straubinger Polizei arrestiert. Der Leiter der Staatsanwaltschaft Regensburg - Zweigstelle Straubing - wurde sofort zu den ersten Vernehmungen mit hinzugezogen. Die Frau, die seit über 20 Jahren als Krankenschwester im Klinikum Straubing beschäftigt ist, ist stellvertretende Stationsleiterin.
Bei der Straubinger Kriminalpolizei wurde zur Abarbeitung des Falles die Arbeitsgruppe "Morphin" gegründet. Gegenstand der Recherchen von Kripo und Staatsanwaltschaft sind derzeit sieben Todesfälle am Klinikum Straubing, wobei noch nicht gesichert ist, welche Fälle letztlich durch die Krankenschwester beeinflusst wurden. Die Staatsanwaltschaft Regensburg - Zweigstelle Straubing - wird gegen die Frau Haftantrag wegen Verdacht des Totschlags in mindestens zwei Fällen stellen.
03.05.05

Speichelproben sollen Brandstiftung klären

Moos, Landkreis Deggendorf. Im Zuge von kriminalpolizeilichen und staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen werden von einer ganzen Reihe von Personen in der kleinen Gemeinde Moos im Landkreis Deggendorf DNA-Proben genommen. Das Ermittlungsverfahren beschäftigt sich mit vier Brandstiftungen in Moos.
Etwa 150 Personen wurden im Vorfeld schriftlich von der sachbearbeitenden Straubinger Kriminalpolizei darüber informiert, dass vorgesehen ist, zur Klärung der Serienbrandstiftung eine Reihen-DNA-Probenentnahme durchzuführen. Die angeschriebenen Personen wurden deshalb auf freiwilliger Basis gebeten, durch ihre Mithilfe und Abgabe einer Speichelprobe zur Klärung der Taten beizutragen. Zur Abgabe von Speichelproben wurden auch mehrere Jugendliche aufgefordert, die selbstverständlich von Erziehungsberechtigten begleitet werden sollen.
Die DNA-Proben werden am Samstag im Rathaus in Moos entnommen. Mehrere Beamte der Straubinger Kripo werden hierzu vor Ort sein.
Die kriminalpolizeilichen und staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen zu dem Verfahren werden parallel dazu intensiv fortgeführt. Mit in die Ermittlungen eingebunden wurde inzwischen auch die Abteilung operative Fallanalyse der Kriminalpolizei des Polizeipräsidiums München. Außerdem gibt es für die Aufklärung der Taten bzw. die Ermittlung eines Täters bzw. mehrerer Täter eine Belohnung in Höhe von insgesamt 4.000 Euro.
03.05.05

Ex-Freundin mit Axt schwer verletzt !

NEUMARKT. Ein 31jähriger Mann hat am Dienstagabend in Neumarkt versucht, seine 26 Jahre alte Ex-Freundin mit einer Hiebwaffe umzubringen ! Die junge Neumarkterin erlitt lebensgefährliche Verletzungen. Der möglicherweise bewaffnete Täter ist auf der Flucht.
Mit einer Großfahndung suchte die Polizei seit spätem Montagabend nach dem 31jährigen Josua P.. Zeitweise war in die Fahndung sogar ein Polizeihubschrauber eingebunden. Ein Polizeisprecher: "Vorsicht, der Tatverdächtige dürfte bewaffnet sein und die Tatwaffe eventuell noch mit sich führen."
Der 31jährige Josua P. wohnt in Erlangen und kam am Montagabend nach Neumarkt. Nach Angaben der Polizei hatte sich seine 26jährige Freundin vor kurzem von ihm getrennt. Auf einem Parkplatz an der Dreichlinger Straße versuchte der in schwarz gekleidete Mann dann gegen 21.15 Uhr, mit einer "axtähnlichen Hiebwaffe" die Frau umzubringen. Die junge Frau wurde durch mehrere Schläge im Bereich des Oberkörpers schwer verletzt und befindet sich in einer Klinik.
P. flüchtete zu Fuß in unbekannte Richtung. Vermutlich hat er die Tatwaffe noch bei sich. Er ist etwa 175 cm groß, schlank und etwa 80 Kilo schwer. Er hat blonde Haare und war zur Tatzeit dunkel gekleidet. Den auf dem abgebildeten Foto zu erkennenden Bart trägt er nach aktuellen Erkenntnissen nicht mehr. Näheres, auch bezüglich einer eventuellen Motorisierung, ist nicht bekannt.
Die Polizei fragt: Wer kennt den gegenwärtigen Aufenthaltsort des Gesuchten oder kann Angaben zu seinem Fluchtweg machen?
Hinweise nehmen die Kriminalpolizei Regensburg, Telefon 0941/506-2681 oder jede Polizeidienststelle entgegen.
03.05.05

Räuber geknipst (Foto)

Landshut. Am Sonntag wurde in der Niedermayerstraße in Landshut ein Mann brutal niedergeschlagen und ausgeraubt.
Gegen 1.30 Uhr kam es am Eingang zur Diskothek „Pulverfass“ zu einer Auseinandersetzung zwischen dem Personal und Randalierern, die in das Lokal wollten. Als die Männer abgewiesen wurden, schlugen sie vor dem Lokal einen 33-jährigen Mann, der sich dort zufällig aufhielt, brutal nieder. Anschließend rissen sie ihm die Jacke herunter, raubten die Geldbörse samt Inhalt und warfen die Jacke dann weg. Der Haupttäter wurde am Türspion der Diskothek fotografiert.
Wer kennt den Mann? Hinweise bitte an die Kriminalpolizei Landshut, Tel. 0871/9252-2400.
02.05.05

Wieder Busunglück: Gymnasiasten unverletzt

Schnaittenbach, Landkreis Amberg-Sulzbach. Nur wenige Tage ist es her, als ein Doppeldeckerbus der Schichtarbeiter aus Regensburg nach Sulzbach-Rosenberg transportierte, auf der B 85 umstürzte und vier Menschen schwer und einer leicht verletzt worden sind.
Ein erneuter Unfall mit einem Bus passierte am Montagmorgen, kurz vor 8 Uhr, auf der B 14 von Schnaittenbach Richtung Wernberg. Dort steuerte ein 28-jähriger tschechischer Kraftfahrer einen Mercedes-Omnibus, der mit 42 Gymnasiasten aus einem Gymnasium bei Klobuky an der tschechisch-polnischen Grenze besetzt war. Im Bus befanden sich ein Ersatzfahrer und drei Lehrkräfte der Schüler. Die Reisegruppe war auf einem Ausflug in Paris und auf der Rückfahrt in ihren Heimatort.
Zwischen der Einmündung nach Holzhammer und Kemnath am Buchberg wurde der Fahrer seinen Schilderungen zufolge von der tiefstehenden Sonne derart geblendet, dass er mit den rechten Rädern des Busses auf das Bankett geriet. Er versuchte, das schwere Gefährt zurückzulenken und rutschte bzw. schlingerte etwa 50 bis 100 m auf dem Bankett und der abfallenden Böschung entlang.
Sein Fahrmanöver misslang, er rutschte die Böschung hinab und blieb schräg im Straßengraben hängen. Alle Fahrzeuginsassen blieben unverletzt und kamen mit dem Schrecken davon. Die Schüler und Lehrkräfte wurden aus dem Bus geholt und durch Kräfte des BRK mit einem weiteren Bus aus Wernberg nach Hirschau gebracht. Dort wurden sie von den BRK-Mitarbeitern betreut und mit Mahlzeiten versorgt. Mittlerweile konnte der tschechische Reisebus von einem Abschleppunternehmen wieder auf die Straße gehievt werden. Die Beschädigungen daran waren relativ gering. Vorsorglich wurde er jedoch technisch untersucht. Es wurde festgestellt, dass eine Weiterfahrt möglich ist.
Die Schüler wurden anschließend zu ihrem Reisebus gebracht, mit dem sie an ihren Heimatort weiterfuhren. Während der Unfallaufnahme und der Bergung des Omnibusses musste die B 14 halbseitig und zuletzt total gesperrt werden. Die Bundesstraße war ab 11 Uhr geräumt und wieder frei befahrbar.
02.05.05

Bub stürzt 15 Meter ab !

Schwandorf. Um 14.20 Uhr erhält am Sonntag die Rettungsleitstelle des BRK in Amberg die Mitteilung, dass ein Kind in einem ausgelassenen Steinbruch, in der Nähe des Fußballplatzes der DJK Gleiritsch, etwa 15 Meter abgestürzt sei.
Wie festgestellt wurde, entfernte sich der Junge von seiner Mutter, um im angrenzenden Gelände zu spielen. Dabei rutschte er in dem steinigen Gelände aus und fiel bzw. rutschte etwa 15 Meter in die Tiefe. Er schlug auf einem darunter gelegenen Reisighaufen auf. Der Bub wurde schwer verletzt.
Er wurde wegen des unwegsamen Geländes mit der Seilwinde durch den Rettungshubschrauber „Christoph 27“ geborgen und in ein Regensburger Klinikum geflogen. Außer den BRK-Kräften und Notarzt war die Bergwacht aus Schönsee und die FFW Gleiritsch am Unfallort und half bei der Bergung.
01.05.05
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