Die blitzschnelle Information aus der Oberpfalz und Niederbayern


Von Lader erschlagen

Cham. Ein 35jähriger Mann wurde am Freitag im Landkreis Cham von einem umkippenden Lader erschlagen.

Der Mann war gegen 16.30 Uhr am elterlichen landwirtschaftlichen Anwesen mit Arbeiten in einer Stallung beschäftigt. Er fuhr dabei mit einem sogenannten Hoflader herausgebrochene Betonteile aus dem Gebäude. Nach bisherigem Ermittlungsstand fuhr der Mann mit dem Lader (Gewicht etwa eine Tonne) rechtsseitig auf einen am Boden liegenden Betonbrocken, wodurch das Fahrzeug nach links umkippte.

Der Fahrer geriet dabei unter den um den Fahrersitz angebrachten Sturzbügel und zog sich tödliche Verletzungen zu. Angehörige fanden ihn kurze Zeit später.

Die sofort verständigten Rettungskräfte konnten nur noch den Tod feststellen.
11.11.05

Mord oder Selbstmord? Fotos veröffentlicht




Köfering. Eine grausige Entdeckung, die er bestimmt sein Leben lang nicht vergessen wird, machte ein Anwohner am Freitag, gegen 15.25 Uhr, am Ortsende von Köfering (Landkreis Amberg-Sulzbach) bei einem Holzlagerplatz neben der Waldhausstraße.

Er entdeckte auf dem Durchgang zwischen zwei meterhohen Stapeln Rundholz die Füße eines Menschen, die aus einer Plastikplane hervorragten. Als er sich näher wagte, erkannte er eine leblose männliche Person, die mit einer Plane zugedeckt war. Er informierte sofort die Polizei. Wenige Zeit später waren Kriminalbeamte und Beamte der Inspektion Amberg vor Ort und sperrten großräumig den Tatort ab (wir berichteten). Durch den Notarzt konnte nur noch der Tod des Mannes festgestellt werden. Außerdem ging er davon aus, dass der Tod bereits vor 10 Stunden eingetreten sein dürfte. Zeitgleich wurden Rechtsmediziner aus Erlangen und die Staatsanwaltschaft Amberg an den Auffindeort gerufen.

Nach den ersten Sicherungsmaßnahmen wurde durch die Staatsanwaltschaft eine Verbringung der Leiche in die Pathologie zur Durchführung einer Obduktion angeordnet. Nach einem vorläufigen Ergebnis dürfte der unbekannte Tote erstickt sein. Derzeit ermitteln die Staatsanwaltschaft und die Kripo in zwei Richtungen, und zwar wegen eines Tötungsdeliktes oder eines möglichen Suizides. Die Ermittlungen und Befragungen der Kripo dauern zur Stunde noch an. Ein bisheriger Abgleich mit Vermisstenmeldungen ergab keine Person, auf die die Beschreibung des Toten passen würde.

Der Tote ist etwa 196 cm groß, hat eine schlanke kräftige Figur. Er wiegt ca. 90 bis 100 kg. Sein Alter ist zwischen 40 und 50 Jahre. Er hat dunkles, grau meliertes Haar. An der rechten Wange fällt eine kleine, teils braun gefärbte Warze auf. Unter dem Kinn hat er eine etwa 4,5 cm lange, quer laufende Narbe. Außerdem ist an der rechten Unterbauchseite eine 6 cm lange Blinddarmnarbe erkennbar.

Die Bekleidung des Mannes ist geordnet. Er trug eine blaue Jeanshose mit schwarzem Ledergürtel der Marke "Pierre Cardin", eine blaue Fleece-Weste, Marke "Lowe Alpine" XXL, einen grauen Troyer, Marke "Kitaro" XXL, ein beiges T-Shirt und grau-schwarze Socken. Er trug braune Wildlederschuhe, Größe 45. Der Tote trug eine Armbanduhr, Marke Tachymeter "Hirsch", mit schwarzem Zifferblatt und Lederband. Am rechten Ringfinger trägt er einen goldfarbenen Ehering mit einer Gravur des Namens "ROSWITHA" und die Daten "9.4.89" und "6.8.91".

Die Polizei fragt nun:
  • Wer kennt den abgebildeten unbekannten Toten oder kann Angaben über seine Herkunft machen?
  • Wo ist eine so beschriebene Person abgängig oder vermisst?
  • Wer hat im Zusammenhang mit dem aufgefundenen Toten im Verlaufe des Freitags irgendwelche Beobachtungen auf dem Holzlagerplatz gemacht?
Aktualisierung:
Die Leiche wurde inzwischen identifiziert. Ausführlicher Bericht hier
11.11.05

Kümmersbruck:
Leiche gefunden !

Kümmersbruck. Eine Leiche an einem Waldweg zwischen Köfering und Waldhaus im Landkreis Amberg Sulzbach gibt zur Zeit noch Rätsel auf.

Die Identität des Toten ist noch unbekannt. Am späten Freitag-Nachmittag traf die Spurensicherung der Kripo vor Ort ein.

Nähere Einzelheiten sind noch nicht bekannt. Die Polizei schließt aber ein Verbrechen nicht aus.

Sobald nähere Informationen vorliegen, werden wir hier ausführlich berichten.

(Ausführlicher Bericht mit Fotos des Toten hier)

Aktualisierung:
Die Leiche wurde inzwischen identifiziert. Ausführlicher Bericht hier
11.11.05

Amoklauf: Waffe noch immer nicht gefunden

Saltendorf/Lkr Schwandorf. Bei der Suche nach der Tatwaffe, die der Amokläufer am vergangenen Sonntag in der Gaststätte Schlosser verwendet hat (wir berichteten mehrfach ausführlich), tappt die Polizei nach wie vor noch im Dunkeln.

Am Donnerstag und am Freitag wurden von der Nabburger Polizei jeweils mit etwa 80 Unterstützungskräften der Bereitschaftspolizei aus Eichstätt die Fluchtwege vom Tatort zum Abstellort des Pkw systematisch sabgesucht. Dies geschah unter anderem unter Einsatz von zwei Metallsuchgeräten. Alle möglichen Wegstrecken von der Teerstraße bis zum unbefestigten Waldweg wurden in Augenschein genommen und mit Stöcken abgetastet, um ein Versteck der Tatwaffe ausfindig zu machen.

In diese umfangreichen Suchmaßnahmen wurde am Freitag auch der Ort Saltendorf mit eingeschlossen. Hier wurden alle Ausfallstraßen, Grundstücke, Gärten durchsucht und sogar hier und da ein Reisighaufen umgeschichtet, um die noch immer nicht aufgefundene Tatwaffe zu finden.

Trotz dieser erheblichen Anstrengungen konnte die Schusswaffe noch nicht aufgefunden werden. In Bezug auf die Vernehmung des mutmaßlichen Täters gibt es noch nichts Neues. Er schweigt sich immer noch zu den wesentlichen Punkten wie Tatablauf, Motiv und Aufbewahrungsort der Waffe aus. Die Ermittlungen der Kripo dauern weiterhin an.
11.11.05

Drei Schwerverletzte

Kirchroth. Bei einem schweren Verkehrsunfall mit drei beteiligten Fahrzeugen wurden in der Nacht von Donnerstag auf Freitag auf der BAB A 3 bei Kirchroth drei Menschen zum Teil schwer verletzt.

An dem Unfall waren ein Pkw und zwei Kleintransporter beteiligt, einer der Fahrzeuglenker war erheblich alkoholisiert. Aufgrund des Unfalles kam es auf der A 3 zum Teil zu kilometerlangen Stauungen.

Gegen 3.45 Uhr war am Freitag ein 24-jähriger Mann aus dem Landkreis Straubing-Bogen mit seinem Ford auf der BAB A 3 zwischen den Anschlusstellen Wörth/Ost und Kirchroth in Fahrtrichtung Passau unterwegs. Aus noch ungeklärter Ursache - so auch die späteren Erkenntnisse eines Gutachters vor Ort - fuhr der Mann mit sehr geringer Geschwindigkeit zwischen dem rechten Fahrstreifen und dem Standstreifen oder stand auch schon auf dem Standstreifen.

Ein 22jähriger Ungar übersah dies wohl und prallte mit hoher Wucht mit seinem Kleintransporter seitlich versetzt auf das Heck des Pkw. Der Ford drehte sich dadurch komplett um seine Achse und blieb entgegen der Fahrtrichtung vollständig zerstört stehen. Der Mercedes-Sprinter des Ungarn geriet nach rechts von der Fahrbahn in den Straßengraben, drehte sich ebenfalls entgegen der Fahrtrichtung und blieb auf der Seite liegen. Ein zum Unfall aufschließender weiterer Kleintransporter konnte gerade noch nach links ausweichen, der 54-jährige Fahrer aus Belgien geriet aber mit seinem Fahrzeug ebenfalls ins Schleudern und kam auch nach rechts von der Fahrbahn ab und blieb erst etwa 100 Meter von der Unfallstelle in einem Feld stehen.

In dem total beschädigten Pkw erlitt der 24jährige Fahrer mittelschwere Verletzungen, sein 25jähriger Beifahrer aus Bogen wurde lebensgefährlich verletzt und musste von der Feuerwehr mit einem Rettungsspreizer aus dem Fahrzeugwrack befreit werden. Der Fahrer des auffahrenden Transporters wurde ebenfalls mittelschwer verletzt. Die drei verletzten Männer wurden vom Rettungsdienst in die Kliniken in Straubing und Bogen eingeliefert. Der Fahrer des zweiten Kleintransporters blieb unverletzt.

Die Beamten der Autobahnpolizeistation Kirchroth mussten die Richtungsfahrbahn Passau wegen der Unfallaufnahme zwischen 3.50 und 5 Uhr vollständig sperren. Die Autobahnmeisterei war mit mehreren Fahrzeugen vor Ort und sicherte die Unfallstelle ab. Bis 8.10 Uhr war die A 3 an der Unfallstelle nur einspurig auf der Überholspur befahrbar. Zum Teil bildeten sich aufgrund des hohen Verkehrsaufkommens Rückstaus von bis zu sieben Kilometer.

Ein Alkotest bei dem 24-jährigen Fahrer des ersten Autos ergab einen Wert von über einem Promille, eine Blutentnahme wurde veranlasst und der Führerschein des Mannes sichergestellt. Alkotests bei den beiden Kleintransporter-Fahrern blieben negativ. Der Gesamtsachschaden liegt nach ersten Schätzungen bei etwa 50.000 Euro.
11.11.05

Wohnhaus in Flammen

Schwandorf-Büchelkühn. Hoher Sachschaden entstand beim Brand eines Wohnhauses in Schwandorf, Ortsteil Büchelkühn. Das Gebäude in der Florastraße wird von einer fünfköpfigen Familie bewohnt.

Gegen 3 Uhr bemerkte der 30jährige Sohn des Hauseigentümers in seiner Dachwohnung starken Qualm. Er weckte die übrigen Bewohner und versuchte zunächst mit ihnen das Feuer zu löschen. Als feststand, dass dies nicht gelingt, wurde die Feuerwache Schwandorf verständigt. Bei Eintreffen der ersten Wehrmänner hatten die Flammen bereits auf den Dachstuhl übergegriffen.

Obwohl ein vollständiges Abbrennen des Hauses verhindert werden konnte, entstand dennoch in der Dachwohnung sowie am Dachstuhl ein Schaden in Höhe von rund 100.000 Euro. Personen kamen nicht zu Schaden.

Die Feuerwehren aus Dachelhofen, Büchelkühn und Schwandorf waren unter Leitung von Stadtbrandmeister Furtwengler mit 80 Mann im Einsatz. Die Brandursache ist nicht bekannt. Die Ermittlungen dazu wurden von der Kriminalpolizeiinspektion Amberg aufgenommen.

Aktualisierung:
Die Ursache des Brandes in dem Mehrfamilienhaus an der Florastraße ist noch immer ungeklärt. Die Brandfahnder der Amberger Kripo ermitteln in alle Richtungen, wobei sich für eine vorsätzliche Brandstiftung bisher keinerlei Anhaltspunkte ergeben haben.

Der 30jährige Brandentdecker zog sich bei gemeinsamen Löschversuchen mit dem Vater eine leichte Brandwunde am linken Oberschenkel zu. Diese musste im Krankenhaus Schwandorf versorgt werden. Danach konnte der Verletzte wieder entlassen werden.
11.11.05
Anfang ... 1138 - 1139 - [1140] - 1141 - 1142 ... Ende